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Aufführungen | Oper

Don Carlo

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Pfalztheater Kaiserslautern Dichtung von Joseph Méry und Camille du Locle nach Friedrich Schillers Trauerspiel In der italienischen Übersetzung von Achille de Lauzières und Angelo Zanardi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Der spanische Infant Don Carlos liebt Elisabeth, die Frau seines Vaters – mit dieser Ehe zwischen dem spanischen König Philipp II. und der jungen französischen Prinzessin wurde der Frieden zwischen Spanien und Frankreich besiegelt. In seiner Verzweiflung vertraut sich Carlos seinem Freund Rodrigo, dem Marquis von Posa, an. Dieser rät ihm, den Hof zu verlassen und nach Flandern zu gehen, um sich dort für die Freiheit der von den spanischen Besatzern blutig unterdrückten Bevölkerung einzusetzen. Carlos wird zum Rebell gegen seinen Vater, den König, der in seinem politischen Handeln jedoch nur eine Marionette der Kirche ist. Mit Don Carlo greift Giuseppe Verdi zum vierten Mal ein Schauspiel von Friedrich Schiller für eine Oper auf. In großen Tableaus, aufwühlenden Orchesterfarben und leidenschaftlichen Arien zeichnet Verdi Schillers Ideendrama vom politischen Kampf um Freiheit, der mit dem um individuelle Liebe verwoben ist, eindrucksvoll nach. Musikalische Leitung: Daniele Squeo Inszenierung: Hendrik Müller Bühne: Thomas Dörfler Kostüme: Katharina Weißenborn Dauer: 4 Stunden 15 Minuten
Aufführungen | Musical

Anatevka - Fiddler on the Roof

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Staatstheater Saarbrücken Basierend auf den Geschichten von Scholem Alejchem Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl Buch: Joseph Stein Gesangstexte: Sheldon Harnick Deutsch: Rolf Merz und Gerhard Hagen Im Örtchen Anatevka in der Nähe von Kiew leben der gemütliche Milchmann Tevje und seine fünf widerspenstigen, freiheitsliebenden Töchter. Nach der Tradition sucht der Vater über eine Heiratsvermittlerin den passenden Gatten aus, doch da hat er die Rechnung ohne die selbstbewussten jungen Frauen gemacht. Eine nach der anderen widersetzt sich den väterlichen Vorstellungen und sucht sich den geliebten Ehemann nach ihren eigenen Wünschen aus. Zunächst erlebt man die privaten Verwicklungen und turbulenten Ereignisse vor dörflichem Lokalkolorit, doch schon bald wird die unsichere Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung von Anatevka deutlich. Die ländliche Idylle wird abrupt durch ein Pogrom beendet, die Familie zerschlägt sich in alle Winde. Der Musicalklassiker bietet neben vielfältigen Melodien zwischen Tanzstücken, rituellen und melancholischen Motiven mit Anklängen an jüdische Musik eine Parabel auf die Idee von Heimat, Identität und die Bedeutung von Ritualen. Sie erzählt vom Erwachsenwerden und von Generationenkonflikten. Die Texte Scholem Alejchems, eines der Begründer moderner jiddischer Literatur, unterstreicht die Zerbrechlichkeit des friedlichen Zusammenlebens. Musikalische Leitung: Nathan Blair Inszenierung: Gil Mehmert Bühne: Jens Kilian Kostüme: Claudio Pohle Choreographie: Bart De Clercq Licht: Karl Wiedemann In Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Aufführungen | Tanz

Shift

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Chuthis Der amerikanische Choreograph Peter Chu kommt vom Kunstturnen, liebt asiatische Kampfsportarten und war nach seinem Abschluss an der Juilliard School in New York Showtänzer bei Celine Dion. Seit 2017 choreographiert er für seine in Las Vegas ansässige Gruppe chuthis und andere Compagnien, aber auch für den Cirque du Soleil. Er liebt es, sich neuen Erfahrungen hinzugeben, und empfindet dieses Gefühl als „magisch“. Chus Tanzsprache ist akrobatisch und kraftvoll, verarbeitet klassische wie Streetdance-Einflüsse und wechselt abrupt zwischen höchster Anspannung und dem Loslassen des Körpers, der dann wie Wasser auf den Boden fließt und sich widerstandslos wegschleifen lässt. Mitunter gibt es auch dynamische Kettenreaktionen, bei denen der Schwung der Bewegung von Tänzer zu Tänzer weitergegeben wird. Peter Chu macht sich stark für künstlerischen Wandel, aus dem er seine Kreativität schöpft. Er liebt es, wenn sich Energie und Vitalität in einem Kreislauf befinden, liebt es, wenn zwei Körper über den Atem und das Fühlen miteinander kommunizieren. Wenn sie sich an einem gewissen Punkt treiben lassen und der Bewegung ausliefern, wird der Tanz zu Magie. Concious Shift: Choreographie: Peter Chu Kostüme: Linda Chow Musik: Andre Barros Lichtdesign: Stacey-Jo Marine Mit Peter Chu, Roger van der Poel take-off: Choreographie: Peter Chu Kostüme: Linda Chow Musik: Djeff Houle Lichtdesign: Stacey-Jo Marine Mit Peter Chu, Roger van der Poel Dauer: ca. 60 Minuten
Aufführungen | Comedy

Greenpiss

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Compagnie Yllana Eine urkomische Satire über Ökologie, die Zukunft unseres Planeten und das Überleben unserer eigenen Spezies: Die globale Erwärmung (zusätzlich zum exzessiven und missbräuchlichen Gebrauch von Plastik, zügellosem Konsum, der Auslöschung tausender von Tierarten und der möglichen Auslöschung von uns selbst …) ist der Ausgangspunkt dieser neuen theatralischen Verrücktheit von Yllana. Vier Schauspieler im Zustand der Gnade nehmen sich eines Themas an, das in aller Munde ist und spielen zahllose Charaktere vom Politiker bis zum Pinguin. Yllana hat ganz klar die Lösung für alle Probleme parat: bissiger, barrierefreier Humor, der niemanden gleichgültig lässt. Dem Ludwigshafener Publikum ist die spanische Blödelgruppe aus verschiedenen Aufführungen wohlbekannt. Zuletzt gastierte sie vor begeistertem Publikum mit ihrem Programm The Gagfathers. Idee, künstlerische Leitung: Yllana Sounddesign: Oelstudios Kostüme: Tatiana de Sarabia Requisiten: Gonzalo Gatica
Aufführungen | Tanz

Mythologies

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Ballet Preljocaj Über Legenden, Sagen und Geschichten hinaus, mit denen sich Angelin Preljocaj mit Vorliebe in seinen Werken beschäftigt, inspirieren ihn Mythen seit Beginn seines Schaffens. Für Mythologies brachte Angelin Preljocaj zehn Tänzer des Ballet Preljocaj und zehn Tänzer der Opéra National de Bordeaux zusammen. Die Kooperation beider Compagnien begann 2018 mit dem Stück Ghost, in dem Angelin Preljocaj in die Welt von Marius Petipa eintauchte. In Mythologies setzt er sich nun mit unseren heutigen Ritualen auseinander, die zusammen mit den Ursprungsmythen unser kollektives Gedächtnis prägen. Wie auch die Impressionisten vor ihm nutzt Preljocaj unsere Ideale und Überzeugungen, um bewusst zu machen, was sich in den Falten unserer Existenz verbirgt. Indem er einen Dialog zwischen den antiken und modernen Mythologien in Gang setzt, kommen die Widersprüchlichkeiten unserer Anschauungen zum Vorschein, seien sie sozialer, religiöser oder heidnischer Natur. Und darüber hinaus ist Tanz für Angelin Preljocaj die Ausdrucksform par excellence, um das Unaussprechliche, unsere Ängste, Sorgen und Hoffnungen in Bewegung einzufangen. Choreographie: Angelin Preljocaj Originalmusik: Thomas Bangalter Bühne: Adrien Chalgard Licht: Éric Soyer Kostüme: Adeline André Video: Nicolas Clauss Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Kinder der Sonne

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Schauspielhaus Bochum Der Wissenschaftler Protassow kann sich nicht mit profanen Dingen wie dem Alltag beschäftigen. Er will den Fortschritt herbeiführen, chemikalisch und gedanklich. Nicht weniger als der endgültig befreiten Menschheit gilt all sein Wirken. So hat er weder ein Auge für die Witwe Melanija, die in verzweifelter Liebe zu ihm entbrannt ist, noch – und das ist schlimmer – für seine Frau, die sich einsam dem gemeinsamen Freund Wagin zuwendet. Auch die zarten Zeichen von Liebe zwischen seiner Schwester Lisa, die vom Anblick blutig niedergeschlagener Straßenunruhen seit Langem schwer traumatisiert ist, und dem moralisch derangierten Tierarzt Tschepurnoi entgehen ihm – ebenso wie die Katastrophe, die sich zwischen beiden anbahnt. Doch auf den Straßen grassiert die Cholera, es gibt Tote, und plötzlich wird die Luft im Elfenbeinturm gefährlich dünn. Maxim Gorki schrieb das Stück während seiner Haft in der Peter-und-Paul-Festung, in der u. a. auch Dostojewski einsaß. Entstanden angesichts des sogenannten Petersburger Blutsonntags, der die russische Revolution von 1905 einleiten sollte, entwirft Kinder der Sonne die tragikomische Bestandsaufnahme einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, die sich neu erfinden muss, wenn ihre Tage nicht gezählt sein sollen. Inszenierung: Mateja Koležnik Bühne: Raimund Orfeo Voigt Kostüme: Ana Savić-Gecan Soundtrack: Lukas Tobiassen Klangestaltung: Jordi Zoet Lichtdesign: Bernt Felder Dramaturgie: Angela Obst Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Aufführungen | Tanz

Hammer

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

GöteborgsOperans Danskompani Diese Produktion ist der größte Hit, den die GöteborgsOperans Danskompani jemals hatte, mit euphorischem Publikum in ausverkauften Vorstellungen 2022. Nutzen Sie Ihre Chance, Hammer beim Ludwigshafener Theaterfrühling zu sehen – ein Höhepunkt unter vielen im Programm. Der zweiteilige Abend Hammer ist ein beeindruckendes Tanzstück, das uns von einem Zustand der selbstlosen Harmonie offline zu selbstbewusster Egomanie online und wieder zurückführt. Es könnte uns dazu inspirieren, die künstliche Fassade zu durchbrechen und uns für das Leben zu entscheiden statt für mehr Likes. Der vielfach ausgezeichnete Choreograph Alexander Ekman ist stark, unberechenbar und innovativ. Sein optisch kraftvolles Werk wirft ein Licht auf das zeitgenössische Selbstbild unserer Gesellschaft, oft mit einem humorvollen Augenzwinkern. Er bringt uns dazu, über uns selbst zu lachen, aber vielleicht noch mehr über die anderen. Ekman schuf bisher ca. 50 Werke, die weltweit von zahlreichen Ensembles aufgeführt werden. Hammer ist seine dritte Kreation für die GöteborgsOperans Danskompani. Choreographie und Bühne: Alexander Ekman Musik: Mikael Karlsson Kostüme: Henrik Vibskow Lichtdesign: Joakim Brink Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Die Dreigroschenoper

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Premiere: 15.6.2024 Glamour, Glanz und düstere Sündenstimmung à la »Babylon Berlin«: Bertolt Brechts »Die Dreigroschenoper« wurde zu einem der erfolgreichsten Stücke des 20. Jahrhunderts – unter anderem dank der enormen Popularität von Kurt Weills Liedern wie der »Moritat von Mackie Messer«. Seit ihrer Uraufführung 1928 gilt sie als wegweisende Verschmelzung von Schauspiel und Musiktheater, von Kapitalismuskritik und Gangsterromanze: Der Bettlerkönig Jonathan Peachum betreibt ein moralfreies Franchise-Unternehmen der besonderen Art, das aus der Not der Armen ein Geschäft mit dem Mitleid der Reichen macht. Doch die in Rotlicht getauchte Londoner Unterwelt ist hart umkämpft: Als sich seine Tochter Polly ausgerechnet mit dem Obergangster Macheath, genannt Mackie Messer, verlobt, sieht Peachum sein Imperium bedroht und liefert den zukünftigen Schwiegersohn an die Polizei aus – die ebenfalls ganz eigene Moralvorstellungen hat. Hausregisseur Christian Weise und Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters nehmen uns mit in Bertolt Brechts Haifischbecken der wilden Zwanziger.
Aufführungen | Schauspiel

In Stanniolpapier

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Premiere: 14.6.2024 »Bist du sicher, dass du nicht aus Zucker bist?«, wird Maria gefragt. Nein, sie ist nicht aus Zucker. Im Gegenteil lernt Maria schon früh viel wegzustecken: Nach einer traumatischen Kindheit verliebt sie sich mit sechzehn Jahren in den »Einen«, bei dem sie sich sicher und aufgehoben fühlt. Für ihn, ihren Zuhälter, schafft sie in Bordellen an und geht auf den Straßenstrich. Dort macht sie sowohl sehr warmherzige als auch brutale Erfahrungen. Diese prägende Zeit »war die schönste Zeit«, wird sie später sagen. Maria behält ihren Optimismus und pragmatischen Lebenswillen bei. Sie macht eine Ausbildung zur Bürogehilfin und führt fortan ein Doppelleben. Scheinbar mühelos wechselt sie zwischen den verschiedenen Milieus hin und her. Ist diese Lebensweise ein Ausdruck von Selbstbestimmung und Freiheit? Oder ist ihre lebensbejahende Art nur Selbstschutz? Maria begreift sich nicht als Opfer. Ihre Sehnsucht nach Liebe und ihr unerschütterliches Vertrauen bleiben ungebrochen. Das Stück beruht auf Interviews mit einer Sexarbeiterin. Sie wirft einen klaren und harten, wenig moralischen Blick auf einen Teil unserer Gesellschaft, der häufig unerzählt bleibt. Regie: Francisca Ribeiro Bühne: Nora Müller Kostüme: Oktavia Herbst Musik: Maurice Strobel Dramaturgie: Annabelle Leschke
Aufführungen | Schauspiel

Als die Götter Menschen waren

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Alles hat mit allem zu tun: Der vielfach ausgezeichnete Amir Gudarzi verknüpft Geschichte mit Gegenwart, stellt schwindelerregende Zusammenhänge her zwischen Mythen und Alltagserzählungen, zwischen dem Kleinsten und dem ganz Großen. In der Spielzeit 2023.24 ist er Hausautor am Nationaltheater Mannheim und nimmt eine der ältesten Überlieferungen überhaupt zum Ausgangspunkt seines neuen Stücks: Als die Götter Menschen waren, so beginnt ein mesopotamischer Mythos, musste die Erde in harter Arbeit erst noch geformt werden. Den Gottheiten wurde das beschwerlich und sie erschufen die Menschen, damit diese fortan für sie schufteten. Aber ihre Geschöpfe wurden ihnen bald zur Last. Sie waren laut, nervig und raubten ihnen mit ihrem Geschrei den Schlaf, weshalb die Allmächtigen versuchten, sie mit Plagen, Sintflut und Sterblichkeit zum Schweigen zu bringen. Amir Gudarzi verfolgt die Motive dieser alten Erzählung von der Vergangenheit bis in unsere Zeit – und vielleicht bis in eine ferne Zukunft, wo die Erb*innen Elon Musks kopfschüttelnd die Überreste der heutigen Kultur zu entschlüsseln versuchen. Regie: FX Mayr Bühne: Anna Wohlgemuth Kostüme: Korbinian Schmidt Musik: Martina Berther Dramaturgie: Franziska Betz Dauer 1 Std 30 Min Der Aufenthalt des Hausautors Amir Gudarzi wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V.
Aufführungen | Schauspiel

Don Quijote

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Don Quijote, »der Ritter von der traurigen Gestalt«, ist in der Stadt! In improvisierter Rüstung, mit Ritterromanen im Kopf und in Begleitung seines treuen Knappen Sancho Panza kämpft er unermüdlich gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt, um das Herz der Dulcinea von Toboso zu gewinnen – und scheitert dabei immer wieder in großem Stil. Denn die Riesen, denen er sich stellen will, entpuppen sich als Windmühlen, und die Armee des furchtlosen Herrschers Brandabarbarán ist nicht mehr als eine Schafherde. Doch der selbsternannte Held gibt sich mit der Wirklichkeit nicht zufrieden. Jeder Tag ist für ihn ein neuer Versuch, über den eigenen Schatten zu springen und in der Welt eine Utopie zu erschaffen. Matthias Breitenbach und Annemarie Brüntjen begeben sich als Don Quijote und Sancho Panza an diesem Schauspieler*innenabend auf einen fesselnden Roadtrip durch Cervantes' Geschichte – und finden am Ende eine große Freundschaft. Also los, »es ist Zeit, bis zu den Ellenbogen hineinzugreifen in die sogenannte Aventiure!« Regie: Friederike Drews Bühne & Kostüme: Ev Benzing Dramaturgie: Dominika Široká Dauer: 1 Std 35 Min
Aufführungen | Schauspiel

Bekennt­nisse des Hoch­stap­lers Felix Krull

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Als Verwandlungskünstler macht Felix Krull die Lüge und den Betrug zum Lebensprinzip. Er verlässt sein bankrottes Elternhaus und drückt sich vor dem Militärdienst, um in Paris in die Welt der Grandhotels und Luxussuiten einzutauchen. Er verführt Frauen und tauscht mit dem Marquis de Venosta die Identitäten. Durch Schmeichelei und Betrug schafft es Krull, sich vom vermeintlichen Makel seiner Herkunft zu befreien und in eine höhere soziale Schicht aufzusteigen. Und die Welt scheint nur darauf gewartet zu haben, von einem grandiosen Spieler wie ihm betrogen zu werden. Was bedeuten uns heute Identität und Authentizität? Wie geht Echtheit in einem System, das den Erfolg des Einzelnen von Äußerlichkeiten abhängig macht? Sind wir alle Spieler und bauen unsere Ich-Kunstwerke nach den Regeln des Marktes aus? Und wie verführerisch ist die Lüge? Nach ihrer Theaterversion des Filmklassikers »Der Würgeengel« in der Spielzeit 2018/19 bringt Anna-Elisabeth Frick ihre zweite Arbeit am Nationaltheater Mannheim heraus. Ihre Inszenierungen bewegen sich zwischen Sprechtheater, Performance, Tanz und Musik. Regie: Anna-Elisabeth Frick Video: Hanna Green Bühne & Kostüme: Mariam Haas/Martha-Marie Pinsker Licht: Björn Klaassen Dramaturgie: Annabelle Leschke Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach Möchten Sie diese Produktion mit einer Schulklasse oder Gruppe besuchen und wünschen sich ein Vermittlungsangebot, dann kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488). Dauer: 1 Std 20 Min, keine Pause Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen | Schauspiel

Ins kalte Wasser

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Cassandra im Casino. Feierabend für eine der verkanntesten Frauen der griechischen Mythologie. Im intimen, zwanglosen Rahmen der Theaterbar Casino streift sie die Rolle ab, die ihr in Opern wie Vittorio Gnecchis »Cassandra« (1905) zugeschrieben wird: Die Seherin, der niemand Glauben schenkt. Leonie Dehne, Regieassistentin der Oper, zeigt eine Kostprobe ihrer langfristigen Beschäftigung mit der jüngeren Mythenbildung um Cassandra. Wer war eigentlich Cassandra? Woher kam sie und was hatte sie zu sagen?
Aufführungen | Schauspiel

Jeeps

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Wie es wäre, wenn infolge einer neuen Erbschaftsreform plötzlich reichen Menschen das Erbrecht entzogen und das Erbe in einer Lotterie des Jobcenters neu verteilt würde? In dieses Gedankenexperiment versetzt die anarchische, bissige Satire von Nora Abdel-Maksoud, die die Gesellschaft unter die Lupe nimmt, in der die Kluft zwischen Arm und Reich unaufhörlich wächst. Los geht's mit dem Überfall auf ein Jobcenter: Silke, eine frisch enterbte Start-Up-Gründerin, verbündet sich ausgerechnet mit der Hartz-4-Empfängerin Maude, um Gerechtigkeit in die eigene Hand und Sachbearbeiter des Jobcenters als Geiseln zu nehmen. Doch bald wird klar, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint … Mit »Jeeps« kommt ein Komödienhit auf die Bühne des Alten Kino Franklin, der die großen Umverteilungsfragen unserer Zeit stellt. Regie: Dominic Friedel Bühne: Michael Köpke Kostüme: Melina Jusczyk Licht: Bernard Häusermann Dramaturgie: Dominika Široká
Aufführungen | Schauspiel

Nathan

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Auf den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Nathan Grossmann, seine Stiefschwester Daja und seine Adoptivtochter Recha wird ein Anschlag verübt. Alle drei überleben. Da an den Wänden ihrer ausgebrannten Wohnung antisemitische Parolen in arabischer Schrift gefunden werden, verdächtigt die Polizei schnell den sunnitischen Unternehmer Salatin Denktaş als Drahtzieher des Anschlags. Doch Daja zweifelt daran, wie auch Jonas, Polizist beim BKA und mit der Aufklärung des Falls betraut. Je tiefer er in den Fall eintaucht, desto mehr verstrickt er sich persönlich darin, bis ihn plötzlich seine eigene Vergangenheit einholt. Für seine Projekte greift der Autor, Regisseur und Filmemacher Nuran David Calis sowohl auf klassische Theaterstücke als auch auf eigene Texte zurück, die stets auf umfangreichen Recherchen basieren. Für das NTM verbindet er beide Vorgehensweisen und überschreibt Lessings »Nathan der Weise«. Er verortet den Stoff in einer deutschen Großstadt unserer Zeit und zeigt, wie die verschiedenen Identitäten, die in unserer Einwanderungsgesellschaft aufeinandertreffen, um ihre Existenz ringen und wie komplex ihre Geschichten zusammenhängen. Calis‘ »Nathan« ist eine Großstadtballade und ein spannender Krimi, in dessen Mittelpunkt die Perspektive der Opfer rassistischer und antisemitischer Gewalt steht. Regie: Nuran David Calis Video: Karnik Gregorian Bühne: Irina Schicketanz Kostüme: Anna Sünkel Licht: Robby Schumann Musik: Vivan Bhatti Dramaturgie: Lena Wontorra Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach Dauer: 2 Std 30 Min, inkl. einer Pause Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit türkischen Übertiteln | Seçili gösteri tarihlerinde Türkçe üst yazılı
Aufführungen | Schauspiel

Krieg ist kein Spiel für Frauen

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

chon in der Kindheit weisen die Spiele von Jungen kriegerische Merkmale auf: Sie schießen mit Stöcken, bauen Unterstände, bekommen Schwerter, zum Spaß. Erwachsene Männer spielen Strategiespiele, in denen sie Gebiete erobern. Wo sind eigentlich die Frauen in diesen Spielen? Sind sie die unsichtbaren, namenlosen, wartenden Mütter, Geliebten und Ehefrauen? Welche Rollen haben sie wirklich – im Krieg? Die russische Regisseurin Natasha Borenko konzentriert sich auf Projekte zur Friedenssicherung in Russland, der Ukraine und Tschetschenien. Für »Krieg ist kein Spiel für Frauen« recherchiert Borenko Geschichten von Frauen im Krieg und inszeniert eine Kriegsandacht, in der das Publikum »in einem gemeinsamen Ritual« die Geschichten dieser Frauen erlebt. Regie: Natasha Borenko Bühne & Kostüm: Ksenia Peretrukhina Dramaturgie: Beata Anna Schmutz
Aufführungen | Schauspiel

Was ihr wollt

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

»Was ihr wollt« ist Shakespeares rätselhafteste, romantischste und ganz sicher schönste Komödie: Die Zwillinge Viola und Sebastian erleiden Schiffbruch und werden getrennt voneinander an die Küste Illyriens gespült. Viola verkleidet sich als Mann, um unter dem Namen Cesario am Hofe des Herzogs Orsino ihr Glück zu versuchen. Orsino ist in Gräfin Olivia verliebt, die jedoch nichts von ihm wissen will. Ein letztes Mal sendet der Herzog einen Boten zu seiner Angebeteten, nämlich den jungen Cesario (also Viola). Es kommt, wie es kommen muss: Olivia verliebt sich in den jungen Mann, der eigentlich eine Frau ist, und der so schön von der Liebe zu sprechen vermag. Viola wiederum hat ihr Herz an den Herzog verloren. Als plötzlich Violas totgeglaubter Zwillingsbruder auftaucht, beginnen die Dinge kompliziert zu werden. Und als dann noch Malvolio, Hofmeister bei Gräfin Olivia, irrtümlicherweise glaubt, sie liebe ihn, weiß irgendwann niemand mehr, wer wen warum und wie begehrt. Gut, dass der anarchische Sir Toby Rülps, ein Cousin der schönen Gräfin, und seine Kumpane für etwas Bodenhaftung sorgen. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüme: Joki Tewes/Jana Findeklee Licht: Robby Schumann Musik: Lotte Marlene Böwe/Lail Braslavsky Kampf-Choreografie: Jan Krauter Dramaturgie: Lena Wontorra Dauer: 3 Std 30 Min, inkl. einer Pause Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Generation Lost

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

»Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn«, schrieb einst Allen Ginsberg über die Beat-Generation. Knapp siebzig Jahre später zeichnet der griechische Autor Greg Liakopoulos das Portrait seiner eigenen Generation – der »Millennials«. Also der Jahrgänge 1980 bis 1999, die mit Gameboy, der Serie »Friends« und Britney Spears großgeworden sind – und die heute manchmal Schwierigkeiten haben, ein »erwachsenes Leben« zu führen. Mit großer Beobachtungsgabe, Witz und Musikalität beschreibt Liakopoulos in seinem ausgezeichneten Text die Sinnsuche einer Generation, die mit dem Rechtsruck und den Folgen der Finanz- und Covid-Krise in Europa konfrontiert ist. Haben wir hier tatsächlich mit einer verlorenen Generation zu tun? Britney Spears steht dabei als Ikone über allem, liefert den passenden Soundtrack und mit der #freebritney-Bewegung auch einen Grund, auf die Straße zu gehen. »Generation Lost« spricht nicht nur den griechischen Millennials, sondern auch ihren europäischen Zeitgenoss*innen aus dem Herzen. Der ultimative Millennial Branko Janack, der am NTM zuletzt »Woyzeck« inszenierte, bringt nun »Generation Lost« zur deutschen Erstaufführung. Eine Produktion im Rahmen des Projekts »NEW STAGES SOUTH EAST«, einer Partnerschaft des Goethe-Instituts und des Theaters Oberhausen in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim, dem Schauspiel Essen und dem Nationaltheater Sibiu/Hermannstadt.
Aufführungen | Schauspiel

Lügen über meine Mutter

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Elas Mutter ist zu dick. Regelrecht fettleibig. Das findet jedenfalls Elas Vater. Er macht seine Frau für alles verantwortlich, was in seinem Leben schiefläuft. Ihr vermeintliches Übergewicht ist sogar schuld an seiner gescheiterten Karriere. Er kauft eine Waage und zwingt sie zu Diäten. Der Körper der Mutter bestimmt schließlich Elas gesamte Kindheit in einem westdeutschen Dorf in den 1980er Jahren. Daniela Dröschers autobiografisch geprägter Roman stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022. Über einen Zeitraum von vier Jahren erzählt die Autorin rückblickend aus der Perspektive des Kindes von wirtschaftlicher Abhängigkeit und subtiler Gewalt, aber auch von Zärtlichkeit und Fürsorge. Der Roman befragt die kindliche Perspektive und sucht nach den unausgesprochenen Geheimnissen, Lügen und Wahrheiten in diesem berührenden, tragikomischen Kammerspiel namens Familie. »Lügen über meine Mutter« ist für alle, die sich von normierten Vorstellungen über Körper und Schönheit befreien und wissen: Du bist gut, wie du bist. Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln erschienen. Regie: Laura Linnenbaum Bühne & Kostüme: Michaela Kratzer Licht: Nicole Berry Musik: Lothar Müller Dramaturgie: Annabelle Leschke Dauer 1 Std 50 Min Sprache In deutscher Sprache
Aufführungen | Schauspiel

Eine Volks­feindin

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Dr. Stockmann hat herausgefunden, dass das Kurbad, das ihr selbst eine Anstellung und dem gesamten Städtchen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglicht, keimverseuchtes und krankheitserregendes Wasser führt. Das Bad muss geschlossen werden, sind sich zunächst alle einig – bis klar wird, was eine Schließung und Sanierung an Kosten mit sich bringt. Ökonomische Sicherheit oder politische Integrität? Spätestens seit Christian Drosten wissen wir, dass man politische Entscheidungen nicht nur rein nach (natur-)wissenschaftlichen Fakten treffen kann: Der Virologe war stets darauf bedacht, zu betonen, dass er nur aus seiner ganz eigenen Warte beraten, nicht jedoch konkrete Vorschläge machen könne, dafür müsse man Expert*innen aus der Psychologie, der Wirtschaft und anderer Disziplinen hinzuziehen, zu Komplex ist die Gemengelage. Als Ibsen sein Drama schrieb, am Ende des 19. Jahrhunderts, waren für das bloße Auge unsichtbare Keime noch schwerer zu begreifen als 2020 ein ebenso wenig sichtbares Virus – oder gar die Ursachen eines Klimawandels, vor dem uns bereits in den 1970er Jahren der Club of Rome warnte. Dr. Stockmann und ihr Bruder, der Stadtrat, zeigen im Kleinen, wie schwierig uns radikale Transformationen zum nachhaltigen Wohle der Gemeinschaft heute im Großen fallen. Denn bereits bei der Frage, wodurch sich das »Wohl der Gemeinschaft« definiert – ökonomischer Gewinn oder die Gesundheit der Kurgäste und das eigene reine Gewissen – zeichnet sich ab, dass sich augenscheinlich gemeinsame Ziele schneller voneinander entzweien als man »Kompromiss« sagen kann. Visionär*innen mit idealistischen Ideen haben es schwer, vor allem in demokratischen Strukturen, denn Demokratie bedeutet in letzter Konsequenz, auszuhandeln und abzuwägen: zwischen Ökonomie und Ökologie, Nachhaltigkeit und Gewinn, Integrität und Umsetzbarkeit. Und Demokratie bedeutet auch, dass gewissen Entscheidungen von der Mehrheit getragen werden müssen und dass Dilemmata entstehen, wenn diese Mehrheit nicht mitgenommen wird auf die Reise komplexer Transformationsprozesse, die auf kurze Sicht unbequem erscheinen und auf lange Sicht die Zukunft eben jener Mehrheit retten. Die Figuren der nicht näher benannten Vorstadtidylle ringen darum, was das Beste für ihr kleines Städtchen ist und verstricken sich dabei in eigenem Machstreben und der Sehnsucht nach Selbstwirksamkeit. Die Journalistin und Autorin Şeyda Kurt hat für die Inszenierung von Katrin Plötner am Nationaltheater Mannheim ausgewählte Texte der Hauptfigur neu interpretiert und leiht Dr. Stockmann in deren schleichendem Radikalisierungsprozess ihre messerscharfe Sprache. Regie: Katrin Plötner Bühne: Bettina Pommer Kostüme: Lilli Wanner Musik: Markus Steinkellner Video: Karolina Serafin Licht: Bernard Häusermann Dramaturgie: Julia Hagen Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Terminen wird bei dieser Produktion eine deutschsprachige Live-Audiodeskription mit vorheriger Bühnentastführung angeboten | an ausgewählten Terminen wird die Vorstellung mit türkischen Übertiteln gezeigt Dauer: 1 Std 30 Min

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