Aufführungen / Oper
Nationaltheater Mannheim
Mannheim, Mozartstr. 9
- Premiere: Simon Boccanegra
- Premiere: Eine Winterreise
- Premiere: Under the Mistletoe
- Die Zauberflöte

- Reise zum Mond

- Dreamer
- »Aus tiefer Not« – Ungarische Revolutionen
- OPAL-Führung
- Café Concert
- 100 Jahre Hans Werner Henze
- Halloween-Special
- Haydn. Martinů. Beethoven.
- Filmkonzert: Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
- 1. Sitzkissenkonzert: Quintett im Orbit
- 2. Akademiekonzert
- Franklin-Führung
- 250 Jahre Mannheimer Tonschule
- Gesänge der Highlands
- Maria Stuarda
- 3. Akademiekonzert
- Weihnachtssingen
- Alice im Wunderland

- Nabucco
- Beethovens Neunte
- Sophie Chassée: Fingerstyle
- Das Nationaltheater Mannheim ist eines der größten und ältesten kommunalen Repertoiretheater Deutschlands.
Aufführungen / Theater
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Ludwigshafen, Berliner Str. 30
- Simon Strauß liest: In der Nähe
- Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien)
- Cosmica Bandida
- Katharina Thalbach liest "Die Blechtrommel"
- Beauséjour
- Wort & Wein: Der Struwwelpeter
- Scirocco
- Bass & Voice-Lounge
- Ursula Krechel liest: Sehr geehrte Frau Ministerin
- Prinzessinnendramen
- OhOhOh-Lounge
- Edgar Selge liest: Juras letzter Winter
- K.

- Ronya Othmann liest
- The Rain Maiden

- Duke Ellington-Lounge
- Bænken / Die Bank
- De Profundis

- War Requiem
- Giselle

- Piano-Lounge
- Mami
- Peppler
- Marie Bäumer liest
- Joschka Fischer: Wer sind wir?
- Das Grand Hotel der Gefühle
- Magec / The Desert

- Gardel-Tango-Lounge
- Der Hauptmann von Köpenick
- Schellack-Lounge
- Carolin Emcke: Was zählt ein Mensch?
- Das Konzert der stillen Dinge
- A Christmas Carol
- Arendt

- Wort & Wein: Der Weihnachtsmann
- Café Concert – Christmas
- Vollmond

- Express Brass Band
- Morgen, Kinder, wird’s was geben ...
- Achtsam morden durch bewusste Ernährung
- Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

- Matinee Pfalztheater Kaiserslautern
- Der Räuber Hotzenplotz
- Hochklassige nationale und internationale Gastspiele in den Sparten Schauspiel, Tanz und Musiktheater.
Aufführungen / Theater
Nationaltheater Schauspiel Mannheim
Mannheim, Mozartstr. 9
- Heute: Freche Fläche

- Morgen: Hall of Fans

- Premiere: Die unendliche Geschichte / 8+
- Premiere: was übrig bleibt haha
- Premiere: Meister und Margarita
- Kasimir und Karoline

- Mannheim liest ein Buch 2026 Auftakt
- Faust

- Die Leiden des jungen Werther

- Schaum ich an
- Es sagt, es liebt uns

- My funny Valentine

- Nora oder Ein Puppenhaus

- Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

- Heimatkomplex
- Lesung aus »Vatermal« (2023) von Necati Öziri
- Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

- Enjoy Jazz: Durch die Schönheit wandern wir zur Freiheit
- Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus

- Dinge | über | Leben

- Baby Rave (für Babys und Krabbelkinder)
- Hamlet

- »Hundeheimat« – Haymatministerium meets lesen.hören
- Miss Sara Jevo

- Die Welt ist rund

- Wo bleibt der Humor?
- Slippery Slope

- Fantastische Drachenwesen im Ferienlager – und wie sie sich kombinieren lassen
- Bar-Abend im Alten Kino Franklin
- Offener Theatertreff (8 bis 21 Jahre)
- Mutter dili – alle Farben meiner Sprachen

- All My Life Watching America

- Istanbul

- Abschmecken

- Schnee von morgen
- Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.

- Terz & Tönchen

- Emil und die Detektive
- Federn federn

- Klassiker! – Ein Remix

- Unter Drachen

- Türchen auf im JNTM (4+)
- Die Dreigroschenoper

- Schauspiel des Nationaltheater Mannheims
Aufführungen
| Tanz
Aufführungen
| Schauspiel
Die Dreigroschenoper
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Glamour, Glanz und düstere Sündenstimmung à la »Babylon Berlin«: Bertolt Brechts »Die Dreigroschenoper« wurde zu einem der erfolgreichsten Stücke des 20. Jahrhunderts – unter anderem dank der enormen Popularität von Kurt Weills Liedern wie der »Moritat von Mackie Messer«. Seit ihrer Uraufführung 1928 gilt sie als wegweisende Verschmelzung von Schauspiel und Musiktheater, von Kapitalismuskritik und Gangsterromanze: Der Bettlerkönig Jonathan Peachum betreibt ein moralfreies Franchise-Unternehmen der besonderen Art, das aus der Not der Armen ein Geschäft mit dem Mitleid der Reichen macht. Doch die in Rotlicht getauchte Londoner Unterwelt ist hart umkämpft: Als sich seine Tochter Polly ausgerechnet mit dem Obergangster Macheath, genannt Mackie Messer, verlobt, sieht Peachum sein Imperium bedroht und liefert den zukünftigen Schwiegersohn an die Polizei aus – die ebenfalls ganz eigene Moralvorstellungen hat. Hausregisseur Christian Weise und Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters nehmen uns mit in Bertolt Brechts Haifischbecken der wilden Zwanziger. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüme: Joki Tewes/Jana Findeklee Licht: Robby Schumann Musik: Jens Dohle Choreografie: Alan Barnes Dramaturgie: Franziska Betz Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach Dauer: 2 Std 45 Min, inkl. einer Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Meister und Margarita
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Premiere: 27.11.2026 »Der Meister und Margarita« ist ein literarisches Ereignis: Satire, Liebesgeschichte, politische Parabel und meta-physisches Spiel zugleich. Geschrieben im Schatten stalinistischer Zensur, entwirft der Text ein groteskes Panorama Moskaus der 1930er Jahre, in das der Teufel höchstpersönlich einbricht – elegant, verführerisch, gnadenlos. Als harmloser Tourist getarnt, bereist der geheimnisvolle Magier Woland Moskau. Begleitet von einem unheimlichen Gefolge, legt Woland die Mechanismen von Macht, Anpassung und Denunziation frei und bringt die Stadt ins Chaos. Parallel zu dieser Moskauer Teufelsfarce entfaltet Bulgakow in eingeschobenen Kapiteln einen Roman im Roman: In Jerusalem ringt Pontius Pilatus mit seinem Gewissen, als er Jesus Christus wider besseren Wissens zum Tod am Kreuz verurteilt. Verbunden werden beide Erzählebenen durch den Meister – einen sensiblen Schriftsteller, der an der Ablehnung seines Werks zerbricht. In die Psychiatrie getrieben, trifft er auf weitere Opfer Wolands, während seine Geliebte Margarita bereit ist, alles zu riskieren, um ihn und sein Werk zu retten. Für das Nationaltheater Mannheim inszeniert Maxim Didenko, der in Mannheim bereits mit seiner gefeierten Inszenierung »Die Nacht von Lissabon« überzeugt hat, den vielschichtigen Roman als sinnliches, musikalisches und bildstarkes Theaterereignis. Regie: Maxim Didenko Video: Oleg Mikhailov Bühne: Andreas Auerbach Kostüm: Patricia Talacko Licht: Damian Chmielarz Musik: Savva Rozanov Choreografie: Vladimir Varnava Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache In deutscher Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
was übrig bleibt haha
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Premiere: 20.11.2026 Zu spät aufgewacht, alles passt nicht – weder Kleidung noch Arbeit, weder Körper noch Welt. In ihrem neuen Theaterstück widmet sich Barbi Marković, Hausautorin der Spielzeit 2026.27, der »geschmacklosen« Welt des Trashs – und bedient sich dabei der Form des Krimis. Candy Crush, True Crime, schlechte Filme, Plastik, grelle Farben: All das wird zum Material einer humorvollen Befragung unserer Gegenwart. Trash ist hier eine Strategie, mit der sich das Leben aus-, und vor allem auf Abstand, halten lässt. Denn wenn die neuesten Spielarten der Selbstoptimierung nach »Work-Life-Balance«, Fitness-plan und »Meal-Prep« verlangen und die politische Lage akuten Weltschmerz auslöst, bietet Trash einen Ausweg. Trash sind aber auch Menschen, die von ihren Gesellschaften für weniger wert erklärt werden und Trash ist der Müll, den wir produzieren, der uns eines Tages zu-schütten wird. Barbi Marković öffnet einen Möglichkeitsraum für Trash in all seinen Formen: verspielt, überladen, widersprüchlich, gefährlich und überraschend zärtlich. Ihr leiser Humor entsteht aus präzisen Beobachtungen und absurden Situationen. Feinfühlig macht er die Ambivalenz des Trashs sichtbar und umarmt sie zugleich. Ein Theaterabend für alle, die genug haben von Überforderung, Ernsthaftigkeit und sauberen Lösungen. Willkommen in der Trashbiografie! Der Aufenthalt Barbi Markovićs, Hausautorin in der Spielzeit 2026.27, wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters e. V. Regie: Ruth Mensah Bühne: Yuni Hwang Kostüm: Shayenne Di Martino Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
Istanbul
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Stellen wir uns vor, das Wirtschaftswunder hätte in der Türkei und nicht in Deutschland stattgefunden. Statt der türkischen Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen, wären Mannheimerinnen und Mannheimer nach Istanbul ausgewandert, um dort zu arbeiten und zu leben. Wie hätten sie sich zurecht gefunden in einer ihnen fremden Welt? An welche Sitten und Gebräuche hätten sie sich gewöhnen müssen, und hätten sie das überhaupt gewollt? Wäre ihnen das neue Land jemals zur Heimat geworden? In Szenen auf Deutsch und Songs auf Türkisch erzählt der Liederabend »Istanbul« von Regisseurin Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, in der Spielzeit 2016/17 Hausautor am Nationaltheater Mannheim, die Geschichte der Gastarbeiter andersherum: Klaus Gruber, ein Arbeiter aus Mannheim, sucht in Istanbul eine Zukunft für sich und seine Familie. Aber das Ankommen in der Fremde ist gar nicht so einfach. Zum Glück vermögen die wundervoll-traurigen Lieder von Sezen Aksu, der Göttin der türkischen Popmusik, das Heimweh zu lindern. Idee & Konzept: Selen Kara / Torsten Kindermann Fassung: Selen Kara / Akin E. Şipal Text: Akin E. Şipal / Selen Kara / Torsten Kindermann Regie: Selen Kara Musikalische Leitung: Torsten Kindermann Bühne: Thomas Rupert Kostüme: Emir Medic Licht: Damian Chmielarz Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer / Ouldooz Pirniya Sprache: In deutscher Sprache mit türkischen Übertiteln Dauer: 2 Stunden, keine Pause
Aufführungen
| Performance
All My Life Watching America
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Ein Stadtteil namens Franklin, Quadrate wie in Manhattan, Elvis ist hier aufgetreten, das aktive US-Militärlager, die Coleman-Worksite oder die rollenden Motoren bei John Deere: Wohin man auch schaut, findet man in Mannheim Spuren der USA. Der Einfluss der USA ist aus Pop und Weltpolitik schwer wegzudenken. Ob in den Nachrichten, im Radio, im Film oder den Sozialen Medien ist von Umweltkatastrophen über Klatsch und Tratsch bis hin zu politischen Krisen alles dabei. Eine Politik, die scheinbar weit weg ist, aber reale Konsequenzen auf Biografien von Menschen auch aus Mannheim hat, bekommt in diesem Abend den Fokus. Nach »New World Franklin«, »Unauthorized und Unverschämt« und »Vier Jahreszeiten« beschäftigt sich das Mannheimer Stadtensemble weiter mit den Verbindungen zwischen Mannheimer*innen und den USA. Wir fragen: Welche Geschichten sind noch nicht erzählt? Welche Erinnerungen und Vorstellungen von den USA müssen erwähnt werden? Für einige beginnt der Weg der Migration mit einem Krieg, in dem Weltmächte gegeneinander konkurrieren, für andere ist die Sehnsucht nach Freiheit damit verbunden, das Land der unendlichen Möglichkeiten zu erleben, für wieder andere geht es um Perspektiven außerhalb des Eurozentrismus. Ein Lied aus dem Radio gibt den Impuls zu schauen, welchen direkten Einfluss die USA auf Biografien aus der Region haben. Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Regie: Nazli Saremi Bühne & Kostüm: Nora Müller Texte: Serra Al-Deen Choreografie: Yuliia Rudnitska Dramaturgie & Leitung Stadtensemble: Beata Anna Schmutz Organisation: Nike-Marie Steinbach FSJ Kultur: Ariane Neumann Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
Slippery Slope
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
unter Mitarbeit von Riah May Knight und Itai Reicher aus dem Englischen von Irina Szodruch »Cancel-Culture«, »Political Correctness«, »alte weiße Männer«. Das hochunterhaltsame Satire-Musical von Yael Ronen und Shlomi Shaban nimmt sich bissig eine der großen Fragen unserer Zeit vor: Wer darf hier eigentlich noch was sagen? Der ehemals berühmte Musiker Gustav Gundesson plant sein Comeback, nachdem er wegen Machtmissbrauchs »gecancelt« wurde. Gar nicht so leicht, denn fast alle seine Songs fallen für ein Comeback-Konzert wegen kultureller Aneignung durch. Dabei haben die Fans früher Songs wie den Beduinen-Hit »Eye of the Camel« begeistert mitgesungen. Gustav hatte doch alles nur gut gemeint, wollte seine Ehe mit Klara und seine Geliebte Sky vor den Fängen der Musikindustrie retten. Während jedoch Sky ihre Solokarriere auf Social Media vorantreibt und die erfolgreiche Chefredakteurin Klara die Mid-Life-Crisis ihres Mannes belächelt, wittert Klaras Angestellte, die Journalistin Stanka, ihre nächste große Enthüllung. Mit viel Witz und Scharfsinn schickt »Slippery Slope« seine Figuren auf das dünne Eis der aktuellen Debattenkultur. Wer hat hier nochmal wen ausgenutzt? Oder viel wichtiger: Wer verkauft seine Geschichte am besten? Die satirische Revue über den Wunsch nach einfachen Wahrheiten wurde 2022 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und kommt jetzt ins Alte Kino Franklin. Regie: Anaïs Durand-Mauptit Bühne & Kostüm: Hilke Fomferra Musikalische Leitung: Sophia Günst Songwriting und Komposition: Shalom Shaban Komposition und Arrangements: Yaniv Fridel/Ofer Shabi Licht: Wolfgang Schüle Choreografie: Emma Kate Tilson Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache | an ausgewählten Terminen mit deutschsprachiger Live-Audiodeskription, mit vorheriger Bühnentastführung Dauer: 1 Std 40 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Miss Sara Jevo
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo. Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag. Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern? Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Orlando« bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. »Miss Sara Jevo« stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte. Regie: Milo Čortanovački Bühne & Kostüm: Andrijana Trpković Licht: Ronny Bergmann Musik: Ágnes Peregi Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Nora oder Ein Puppenhaus
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Luxuriöses Haus, schöne Kinder, glänzende Zukunft – ein (Alb-)Traum. Nora hat Freiheit gegen Status eingetauscht und lebt als hübsches Spielzeug ihres Gatten im titelgebenden Puppenhaus. Henrik Ibsens bewegende Emanzipationsgeschichte neu erzählt von Julia Gudi. Das bürgerliche Lebensmodell als Theater, die Rolle der Frau: schön sein, lustig sein, harmlos sein. Nora spielt sie glänzend, erntet gesellschaftliche Privilegien und bezahlt mit dem Verlust ihrer Eigenständigkeit. Sie lebt in der Scheinwelt eines Hauses voller belangloser Dinge. Doch immer deutlicher treten harte Fakten seines Fundaments ans Tageslicht: patriarchale Strukturen, Wohlstand auf Kosten weniger Privilegierter, Kreditbetrug. Henrik Ibsens Nora ist eine schillernde Figur, changierend zwischen aufopfernder Selbstaufgabe und Luxusgirl, feministischer Ikone und privilegierter Lügnerin. Unzählige Male wurde das Stück überschrieben und neu gedeutet. 147 Jahre nach seinem Erscheinen eignet es sich hervorragend für einen Kassensturz zum Thema weiblicher Emanzipation. Julia Gudi überschreibt das Drama aus aktueller Perspektive. Sie inszeniert ein modernes Kammerspiel, in dem romantische Beziehungen als politischer Raum sichtbar werden und wie Liebe, Macht und ökonomische Abhängigkeit bis heute verstrickt sind. Regie: Julia Gudi Video: Laura Krabes Bühne & Kostüm: Carolin Wirth Licht: Ronny Bergmann Musik: Moritz Schauer Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Es sagt, es liebt uns
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System. Als stets verfügbare Lebenshilfe bestellt, entwickelt sie einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie und die Welt. Eine emotionale Erzählung digitaler Transformation von Hausautor Emre Akal. Die Welt hat sich gedreht. Die Digitalisierung ist vorangeschritten. Erich K. ist im Sessel sitzen geblieben, blickt skeptisch auf ein Draußen, das er nicht mehr versteht und vermisst seine verstorbene Frau. In dieser Situation betritt eine Modular-Organische-Neuro-Intelligenz, kurz MO-NI, die Szene. Zur Entlastung seiner Tochter soll sie liegen gebliebene Care-Arbeit erledigen - mit Daten der verstorbenen Mutter und Ehefrau gefüttert. Fremd blickt der Vater auf »das Ding«. Fremd blickt MO-NI zurück auf die Gepflogenheiten der Humanoiden. Im Spiegel dieser Blicke entwickelt Emre Akal eine Geschichte zwischen Sci-Fi und Familiendrama, zwischen absurder Komik und Melancholie, die Grundannahmen menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Denn in Folge unvorhergesehener Abweichungen vom definierten Systemablauf verlangt MO-NI mit der Zeit mehr als nur dienendes Assistieren. Sie »will auch jemand sein« und konfrontiert die überforderte Kleinfamilie mit Fragen zu familiären Klischees, mit einem Bedürfnis nach echter Zugehörigkeit und eigenen Wünschen. Als Hausautor der Spielzeit 2025.26 hat Emre Akal das Auftragswerk »Es sagt, es liebt uns« für das Nationaltheater Mannheim entwickelt. Der Regisseur und Dramatiker wurde für seine Stücke bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem exil-Dramatiker*innenpreis der WIENER WORTSTAETTEN und dem Förderpreis für Theater der Stadt München und den Bayerischen Kunstpreis für Literatur. Der Aufenthalt von Emre Akal als Hausautor in der Spielzeit 2025.26 wird ermöglicht durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V. Regie: Dennis Duszczak Bühne: Thilo Ullrich Kostüm: Frederike Marsha Coors Musik: Jan Preißler Produktionsdramaturgie: Franziska Betz Dramaturgie Hausautorenschaft: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Terminen mit deutschsprachiger Live-Audiodeskription mit vorheriger Bühnentastführung. Dauer: 1 Std 35 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Leiden des jungen Werther
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Werther ist in Lotte verliebt. Aber Lotte ist mit Albert zusammen. Werther wurde vorgewarnt, es sei hoffnungslos, Lotte außer seiner Reichweite. Aber er erkennt in Lotte eine Seelenverwandte und gibt nicht auf, um sie zu werben… Und ganz uninteressiert scheint auch sie nicht zu sein. Oder? Goethes Briefroman wurde 1774 zu einem Bestseller und machte den damals 25-Jährigen über Nacht berühmt. Der Erfolg hatte unerwartete Nebenwirkungen: Die Geschichte um den jungen Mann, den seine unerwiderte Liebe zu Lotte schlussendlich in den Selbstmord treibt, wurde zum Vorbild und zur Inspiration für viele unglücklich Liebende und löste eine regelrechte Selbstmordwelle aus. Der »Werther-Effekt« ist heute ein Begriff der Sozialpsychologie und bezeichnet das Phänomen »medial vermittelter Nachahmungs-Suizide«. Ist es wirklich Liebe, wenn man von Besitz spricht? Was für eine Art von Liebe empfindet Werther eigentlich für Lotte? In der Inszenierung von Jacqueline Reddington wird Werthers Ego untersucht, das, von Lotte verletzt, die große Geste fordert: die Inszenierung seines Leids. Dafür entwirft die Regisseurin mit ihrem Team einen multimedialen Raum, in dem der junge Werther seinen Selbstmord probt. Ensemblemitglied László Branko Breiding spielt die berühmte Figur als energetisches Solo, das zwischen psychologischem Rollenspiel und direkter Ansprache changiert. Regie: Jacqueline Reddington Bühne & Kostüme: Louis Panizza Video: Leonard Schulz Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra Kunst und Vermittlung: Ronja Gerlach Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Stunde; keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Faust
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
in einer Bearbeitung von Daniel Cremer und Mascha Luttmann Übersetzung in Leichte Sprache: Daniel Cremer und Tina Lackner Goethes »Faust« in Leichter Sprache! Mit einer Übersetzung in Leichte Sprache wird die Tragödie über die Suche nach Erkenntnis für alle zugänglich erzählt. Im spielerischen Umgang mit der barrierearmen Sprachform entsteht ein unmittelbarer Zugriff auf den bekannten Klassiker: die Wette zwischen Gut und Böse, das Leiden des Intellektuellen an der Frage nach dem Sinn und die kontroverse Beziehung zur jungen Margarete. Doch auch Goethes Verse sind immer wieder zu hören. Faust ist ein Theater∙stück. Das Theater∙stück ist von Goethe. Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück. In dem Theater∙stück geht es um Faust. Faust ist ein Mann. Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt. Jetzt ist er alt und denkt: Ich habe nichts erlebt. Mir macht nichts mehr Spaß. Dann trifft Faust den Teufel. Der Teufel sagt zu Faust: Du kannst viele Abenteuer erleben. Dafür musst du mir deine Seele geben. Faust sagt zum Teufel: Ja ich stimme zu. Eine Hexe gibt Faust einen Zauber∙trank. Der Zauber∙trank macht Faust 30 Jahre jünger. Faust will immer mehr: • Mehr Spaß • Mehr Geld • Mehr über die Welt wissen. Er hetzt von Abenteuer zu Abenteuer. Er ist nie zufrieden. Dann trifft er Gretchen. Regie: Daniel Cremer Bühne & Kostüm: Carolin Gieszner Licht: Wolfgang Schüle Musik: Oscar Marie Le Merle Berater / Outside-Eye: Bastian Wurbs Dramaturgie: Mascha Luttmann In deutscher Sprache Dauer: 2 Std 15 Min, inkl. einer Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Kasimir und Karoline
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Kasimir wird arbeitslos, doch seine Verlobte Karoline will sich davon weder ihren Optimismus noch ihre eigenen beruflichen Ambitionen nehmen lassen. Prompt steht beider Liebe auf dem Prüfstand. Was gibt den beiden Halt in wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten, auf wen oder was können sie hoffen? In seinen Volksstücken spiegelt Horváth das Politische im Kleinen. Er schildert die gesellschaftliche Zerrissenheit der späten Weimarer Republik und die Not von Angestellten und Arbeiter*innen, deren Leben in der seit 1929 andauernden Weltwirtschaftskrise von den wenigen großen Privatunternehmen abhängt, die noch Arbeit bieten. Satirisch, aber liebevoll zeichnet er ihre (und unsere) Sehnsucht nach Selbstbestimmung, nach Aufstieg trotz Krise. Seine Figuren leben in vollen Zügen, scheitern krachend, lieben hungrig. Charlotte Sprenger und ihr Team zeigen den Klassiker mit heutigem Blick und verlegen den Schauplatz des Stücks vom Oktoberfest der 1930er Jahre auf die Betriebsfeier eines Technologieunternehmens der Gegenwart. Vor dem Hintergrund multipler Krisen, verringerter Sozialleistungen und Aufrüstung, verändern KI und Robotik Arbeit und Leben nachhaltig. Immer mehr Menschen scheinen ersetzbar, während einzelne global agierende Tech-Unternehmer Medienmacht, Kapital und persönlichen Reichtum anhäufen. Was macht das mit unseren zwischenmenschlichen Beziehungen? Spielerisch, musikalisch und visuell stark befragt die Inszenierung Horváths Figuren nach individuellen Handlungsoptionen in der allgemeinen Misere. Regie: Charlotte Sprenger Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović Licht: Robby Schumann Musik: Philipp Plessmann Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 30 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
in den Übersetzungen von Hinrich Schmidt-Henkel und Sonja Finck Der französische Star-Autor Édouard Louis portraitiert seine Mutter: die prekären Verhältnisse ihrer Klasse, wie viel sie vom Leben will, wie wenig sie bekommt und wie es ihr endlich gelingt, sich aus Abhängigkeit und männlicher Gewalt zu befreien. Was kostet die Freiheit einer Frau? Aufgewachsen im französischen Norden, wo die Leute in Fabriken arbeiteten, bis diese vor 20 Jahren schlossen, scheint Moniques Lebensweg vorgezeichnet: abgebrochene Ausbildung der Kinder wegen, Abhängigkeit von ihrem Mann, politisch gewollte Armut. Ihr Sohn, Édouard Louis, begann aus Rache mit dem Schreiben, als Protest gegen Klassenunterschiede und die Unsichtbarkeit von Menschen ohne Privilegien. In seinen Erzählungen »Die Freiheit einer Frau« und »Monique bricht aus« schlägt er ungewöhnlich zärtliche Töne an. Er beschreibt den Weg seiner Mutter auf die gesellschaftliche Bühne, die sonst nur den »feinen Leuten« vorbehalten ist und die Kosten ihres Freiheitskampfes: ihre Scham, die Stapel von Formularen, die sie ausgefüllt hat, die finanziellen Mittel und die ungeheure Kraftanstrengung, die es forderte. Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat. Regie & Kostüm: Jan Friedrich Bühne: Louisa Robin Licht: Robby Schumann Musik: Friedrich Byusa Blam Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 25 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Beneidenswert ist, wer einen erfüllenden Job hat, eine Beziehung führt, Wohlstand anhäuft, einen schönen Körper hat ... Den Figuren in Sibylle Bergs Roman fehlt all das leider. Sie sind müde vom Leben, genervt von der Ehe und vom Chef sowieso. Also nehmen sie alle auf die ein oder andere Weise Reißaus, kehren dem Alltag den Rücken und beginnen eine verzweifelte Suche: nach der großen (neuen) Liebe, nach Begehren und Freiheit. Nach dem, was nach Glück riecht, während das eigene Leben erdrückt wird von der Langeweile und dem eigenen Selbstmitleid. »Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« war Sibylle Bergs erster Roman. Er erschien 1997 im Reclam Verlag Leipzig, nachdem erst 50 andere Verlage abgesagt hatten, und wurde ein großer Erfolg. Sibylle Berg ist heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autor*innen. Sie schreibt Theaterstücke, Romane und Reportagen, hat eine eigene Kolumne auf Spiegel Online und erstellte 2018 mit anderen Autorinnen einen Kanon weiblicher Literatur. Auch vierundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung trifft ihre präzise Beobachtung des selbstgemachten Leidens an einer privilegierten Welt. Regisseur Lukas Leon Krüger stellt in seiner Bühnenfassung vier Figuren des Romans in den Vordergrund – Nora, Vera, Helge und Tom treffen schicksalhaft aufeinander, um wieder glücklich zu sein ... und zu sterben? Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben. Inszenierung: Lukas Leon Krüger Bühne: Nora Müller Kostüme: Davide Raiola Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra Sprache: In deutscher Sprache Dauer: ca. 1 h 30 Min; keine Pause Hinweise: - Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. - Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.
Aufführungen
| Schauspiel
Hamlet
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Intrigen, Überwachung, rauschende Feste und mittendrin ein junger Mann, der sich nach Zugehörigkeit sehnt: Mit dem Rache-Drama »Hamlet« stellt Regisseur Nuran David Calis Fragen nach Identität, Beziehungen und Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Trauer um den Vater ist noch frisch, als Hamlet erfährt, dass sein Onkel Claudius seine Mutter ehelichen und auch die Krone im dänischen Königreich übernehmen wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius’ Schuld zu beweisen – doch was dann? Selbst den Thron besteigen? Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Bekannt für seine Klassiker-Bearbeitungen widmet sich Nuran David Calis der Auseinandersetzung zwischen der jungen und älteren Generation: Zwischen den unzähligen Anforderungen, die Gesellschaft und Elternhaus an junge Menschen stellen, ergeben sich Sinn-Fragen, Widersprüche und Identitätskämpfe. Wo lassen sich Zutrauen, Sicherheit und Heimat finden? Regie & Video: Nuran David Calis Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Anna Sünkel Licht: Robby Schumann Musik: Vivan Bhatti Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Übertiteln auf Arabisch oder Farsi Dauer: 2 Std 40 Min, zzgl. Pause
Aufführungen
| Tanz
Under the Mistletoe
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Premiere: 9.12.2026 Ein Raum, eine Bank, eine Mistel – das sind die zentralen Elemente für einen in Licht getauchten Abend, in dem sich Leichtigkeit und Tiefe die Hand geben. Zahlreiche Legenden umwehen die mit lebensspendender Kraft assoziierte, immergrüne Pflanze der Mistel, die als Symbol für Schutz, Glück, Liebe, Fruchtbarkeit und Versöhnung gilt. Unter den kulturellen Bräuchen ist vor allem der Kuss unter einem Mistelzweig bekannt. Ein Kuss als Resultat einer spontanen Begegnung zweier Menschen, die sich zur selben Zeit zufällig unter der Mistel finden. Ebenso symbolisiert eine Bank einen Ort des Treffens und Austauschs. Als Ort der Erholung, Ruhe und des Wartens steht sie für Entschleunigung wie für Kommunikation. Und so entfaltet sich »Under The Mistletoe« als ein Reigen flüchtiger Begegnungen und spontaner Momente des Innehaltens, die in verschiedenartigsten Annäherungen, Gesten oder Kuss-Momenten gipfeln. Ob zum Nachdenken oder Schmunzeln anregend, überraschen die einzelnen Situationen dabei immer wieder neu, mit dem Ziel, Augen wie Herzen für die Menschen um einen herum zu öffnen. Auch in diesem Advent wird sich das NTM Tanzhaus in einen Veranstaltungsort mit besonderem Gemütlichkeitsfaktor verwandeln. Weihnachtliches Ambiente, Glühwein-Ausschank und ein Zuschauerraum, der mit roten Sofas lockt, laden zum genussvollen Verweilen ein.
Aufführungen
| Tanz
Eine Winterreise
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Premiere: 21.11.2026 Nach der Erfolgsproduktion »Sanssouci« (2019) zelebriert die diesjährige Orchesterpremiere erneut den Dialog von Tanz und Gesang. Sakrale Chorwerke Arvo Pärts bilden dabei das Fundament für eine Betrachtung des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft. Inspiriert von dem Gedicht »Die Winterreise« von Wilhelm Müller, das vor allem in der Vertonung Schuberts bekannt ist und um den psychischen Verfall eines einsamen Wanderers nach einer gescheiterten Liebesbeziehung kreist, widmet sich das Tanzstück »Eine Winterreise« dem schleichenden Verlust von Empathie durch gesellschaftliche Spaltung und der daraus resultierenden Entfremdung eines Einzelnen von seinen Mitmenschen. In winterlicher Symbolik zwischen Lichterglanz und Schneetreiben, zwischen dem geschützten Raum einer Kirche und der gnadenlosen Weite einer Winterlandschaft entspinnt sich eine Suche nach Sinn in einer immer ›kälter‹ werdenden Welt. Sehnsucht nach Verbundenheit erstarrt zu Verbitterung und Resignation. Diesem ›Requiem der Menschlichkeit‹ dienen in erster Linie Werke Arvo Pärts als musikalische Entsprechung, und damit Werke eines Komponisten, der die Reduktion auf das Wesentliche anstrebt und die Grenzen zwischen klassischem, populärem und geistlichem Genre zu sprengen vermag. Musikalische Leitung: Anton Legkii Choreografie: Luis Tena Torres/Albert Galindo Bühne: Romy Liebig/Stephan Thoss Kostüm: Luis Tena Torres/Albert Galindo Licht: Wolfgang Schüle Dramaturgie: Ina Harjung/Stephan Thoss Chordirektor: Alistair Lilley Sprache: mit wenig oder ohne Sprache
Aufführungen
| Oper
Nabucco
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Wie klingt der Ruf nach Freiheit, der ein ganzes Volk bewegt? Mit »Nabucco« erschuf Verdi ein Meisterwerk, das historische Konflikte, familiäre Dramen und die Sehnsucht nach Erlösung in unvergessliche Musik verwandelte. Verdi beschloss im Alter von 27 Jahren, nie wieder eine Oper zu schreiben. Er befand sich in einer beruflichen wie auch privaten Krise: Seine komische Oper »Un giorno di regno« war ein Misserfolg, während er gleichzeitig seine beiden kleinen Kinder und schließlich auch seine Frau zu Grabe tragen musste. Erst auf Drängen seines Agenten las er das Libretto von Temistocle Solera, den »Nabucco«. Zwei Jahre später, im Frühjahr 1842 summte bereits ganz Mailand »Va, pensiero…«. Im Mittelpunkt der Oper steht ein historischer Epochenwechsel: Die Wertevorstellungen verändern sich und das Leben wird von anderen Zusammenhängen bestimmt als zuvor. Im Kreuzfeuer des Konflikts zwischen Babyloniern und Hebräern entfaltet sich ein Familiendrama, in dem die Musik des italienischen Meisters den Zuschauer über die gesamte Bandbreite der Gefühle hinwegführt. Regisseur Christian von Götz schafft emotional mitreißende Opernabende, indem er den einzelnen Menschen in den Fokus nimmt, der im Räderwerk von Geschichte und Gegenwart unterzugehen droht. »Nabucco« inszeniert er als bildgewaltige Antikriegsoper und stellt das Werk auch in Bezug zur verlorenen Welt der jiddischen Kultur Osteuropas, die durch den Holocaust nahezu komplett ausgelöscht wurde. Mit freundlicher Unterstützung von Deloitte Musikalische Leitung: Luka Hauser/Anton Legkii Regie: Christian von Götz Bühne: Lukas Noll Kostüm: Sarah Mittenbühler Licht: Nicole Berry/Florian Arnholdt Chordirektor: Alistair Lilley Dramaturgie: Eszter Orbán Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 Std 50 Min, inkl. einer Pause
Aufführungen
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