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Aufführungen | Schauspiel

Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Der erfolgreiche Wissenschaftler Dr. Jekyll forscht an einer Spaltung der guten und bösen Anteile der Seele und verwandelt sich in einen skrupellosen Doppelgänger seiner selbst – Mr. Hyde. Johanna Wehner inszeniert die Novelle als chorisches Gesellschaftsportrait. Die Novelle, deren erster Entwurf angeblich auf einen Traum ihres Autors zurückgeht, spielt im nebelverhangenen London des viktorianischen Zeitalters. Sie machte Robert Louis Stevenson mit einem Schlag berühmt und hat das moderne Horrorgenre geprägt. Stevenson erzählt Jekyll und Hyde als zwei eigenständige Figuren – aus der Perspektive der Gesellschaft, die sie umgibt und nicht ahnt, dass es sich um die gleiche Person handelt: Während Hyde nachts sein Unwesen in der Stadt treibt und Hass und Entsetzen hervorruft, zieht sich Jekyll aus der bürgerlichen Öffentlichkeit zurück und ändert sein Testament – ausgerechnet zu Gunsten Hydes! Dabei ist Hyde nicht nur der böse Teil, er ist auch die Gestalt gewordene Sehnsucht des Bürgers Jekyll nach einem egoistischen Handeln ohne gesellschaftliche Folgen. Johanna Wehner, bekannt für ihre aufwendig komponierten Textfassungen, arrangiert die Berichte und Stimmen der Freunde Jekylls zum atmosphärischen Portrait einer Gesellschaft, deren zivile Grundverabredungen durch das Phänomen Hyde erschüttert werden. Wie viel Jekyll, wie viel Hyde steckt in uns? Regie: Johanna Wehner Bühne: Benjamin Schönecker Kostüm: Ellen Hofmann Licht: Robby Schumann Musik: Vera Mohrs Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 30 Min
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Sturmhöhe

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Premiere: 24.4.2026 »Wuthering Heights« (»Sturmhöhe«) ist ein unbändiges, dunkles Märchen über eine abgründige Liebe, über Gewalt, Rache und Versöhnung, voller Natur- und Todessehnsucht und ohne moralische Schranken. Dass dieses Werk aus der Feder einer Autorin stammt war 1847 ein Skandal. In Charlotte Sprengers Inszenierung erfinden und erspielen sich drei Schwestern – inspiriert von den schreibenden Brontë-Schwestern Charlotte, Emily und Anne – diesen wilden und freien Roman. Auf einer entlegenen Anhöhe im nordenglischen Moor liegt der Wohnsitz der Earnshaws. Als das Waisenkind Heathcliff vom Vater in die Familie aufgenommen wird, verschiebt sich ihr Beziehungsgefüge. Sohn Hindley fühlt sich gegenüber Heathcliff zurückgesetzt und entlädt seine Missgunst in Gewalt gegen ihn. Tochter Cathy hingegen entwickelt eine tiefe Bindung zum neuen Stiefbruder. Als Cathy dennoch den wohlhabenden und wohlerzogenen Linton vom Nachbarsgut heiratet, verlässt Heathcliff gedemütigt die Gegend. Wenige Jahre später kehrt er als gemachter Mann zurück und beginnt seinen zwei Generationen überdauernden Rachefeldzug gegen alle, die ihn erniedrigt haben. Nach Brechts »Der gute Mensch von Sezuan« und Schillers »Kabale und Liebe« widmet sich Charlotte Sprenger in ihrer dritten Inszenierung für das Alte Kino Franklin »Sturmhöhe« und seiner faszinierenden Autorin Emily Brontë: »Es ist, als könnte Emily Brontë alles, woran wir den Menschen erkennen, in Stücke reißen und das unkenntlich Gemachte mit einem solchen Lebensgeist füllen, dass es die Realität überschreitet.« (Virginia Woolf) Konzept: Charlotte Sprenger/Aleksandra Pavlović/Olivia Ebert Regie: Charlotte Sprenger Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović Fassung: Charlotte Sprenger/Olivia Ebert Licht: Damian Chmielarz Musik: Jonas Landerschier Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache
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Veritas: Eine Hexenjagd

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Premiere: 22.4.2026 Anonyme Nachrichten halten eine Kleinstadt in Atem. Wer steckt dahinter? Schnell ist eine Schuldige gefunden und eine regelrechte Hexenjagd beginnt. Wahrheit wird manipuliert, die Stadtgesellschaft bekommt die Hassreden nicht mehr in den Griff und droht zu zerbrechen. »Veritas« – also Wahrheit steht unter den anonymen Nachrichten, die plötzlich verschiedene Bewohner*innen einer dänischen Kleinstadt erhalten. Gerüchte, Drohungen, sogar Mordanklagen machen die Runde. Wie ein digitales Orakel hetzt Veritas die Menschen gegeneinander auf. Jemand spielt hier ein gefährliches Spiel. Als ein erstes Opfer ums Leben kommt, beginnen kriminalistische Ermittlungen – wer steckt hinter den Hetznachrichten? Eine Einzelperson oder gar eine Gruppe? Die Regisseurin Katharina Kohler zeigt mit diesem Krimi eine Gesellschaft, die sich in den Netzen der sozialen Medien verfängt – zwischen Likes und Lügen, Mobbing und Mut. Sie macht spürbar, wie schnell digitale Worte zu realen Verletzungen werden und wie schwer es ist, Ruhe zu bewahren, wenn der Hass lauter ist als die Vernunft. Sprachliche Grenzen werden bedenkenlos überschritten, inhumane Entgleisungen destabilisieren den Diskurs, es triumphiert der rhetorische Effekt über die Wahrheit und endet in einer kriminellen Tat. Maria Lazar (1895–1948) veröffentlichte »Veritas verhext die Stadt« 1931 erstmals unter dem Pseudonym Esther Grenen. Als eine österreichisch-jüdische Schriftstellerin und Dramatikerin musste sie in den 1930er Jahren vor dem Nationalsozialismus fliehen und konnte, wie viele anderen verfolgte Autorinnen, ihre schriftstellerische Tätigkeit (wenn überhaupt) nur anonym ausüben. In einer Publikumseinführung werden neben Maria Lazar auch Christa Winsloe, Hilde Rubinstein und andere vergessene Autorinnen zu Wort kommen und den Schleier des Vergessens von sich reißen. Regie: Katharina Kohler Bühne & Kostüm: Jodie Fox Musik: Florian Schirmer Bodypercussion: Jakob Boudgoust Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache
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Der zerbrochne Krug

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Der geliebte Krug von Marthe Rull ist zerbrochen worden! Der Verlobte ihrer Tochter Eve soll es gewesen sein. Aber ist es so einfach? Eine Dorfgesellschaft steht vor einer harten Prüfung: Wem kann man heute überhaupt noch trauen? Für Marthe Rull ist klar, dass Ruprecht, der Verlobte ihrer Tochter, der Täter ist. Doch im Prozess gibt es bald Grund zur Annahme, dass es jemand anderes gewesen sein könnte: Eve schweigt, Ruprecht glaubt, dass ein Liebhaber sich eingeschlichen hat, und die Nachbarin will sogar den Teufel gesehen haben. Alle schieben sich gegenseitig die Schuld zu und auch das Gericht macht sich verdächtig. Die Prozessführung wird immer absurder, während sich die oberste Gerichtsbarkeit in der eigenen Doppelmoral verfängt. Was ist die Wahrheit und welche Wahrnehmung zählt? Verschiedenen Perspektiven bringen nach und nach die Lügen einer eingeschworenen Gemeinde ans Licht. Kleists Komödie verhandelt, ob Menschen sich vertrauen und wann sie solidarisch sein können. Regisseurin Anna-Elisabeth Frick interessiert sich dabei für gesellschaftliche Systeme, in denen die Verhältnisse fest zementiert sind, Menschen sich Positionen gesichert haben und Verantwortung lieber von sich schieben. Mit Kleists raschen Dialogen wirft sie einen humorvollen Blick auf eine gewissenslose Gesellschaft, die ins Wanken gerät. Regie: Anna-Elisabeth Frick Bühne & Kostüm: Martha-Marie Pinsker Licht: Wolfgang Schüle Musik: Hannes Strobl Choreografie: Ted Stoffer Choreografische Assistenz: Sayaka Kaiwa Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause
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Die Nacht von Lissabon

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

in einer Bühnenfassung von Roman Dolzhansky Eine unkonventionelle Liebesgeschichte in Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Regie führt Maxim Didenko, der nach seiner gefeierten Bühnenadaption von »Ansichten eines Clowns« wieder am NTM inszenieren wird. 1942 am Hafen von Lissabon: Von dort starteten die Schiffe in die Freiheit. Hier warteten tausende verzweifelt auf eines der raren Tickets, versuchten ein Visum und Papiere für die Flucht vor dem Faschismus zu ergattern. Am Kai treffen zufällig zwei Männer aufeinander. Der eine will mit seiner Frau nach Amerika fliehen, besitzt aber weder Pässe noch Tickets. Der andere hat beides und will es dem Fremden überlassen – unter der Bedingung, dass dieser sich seine Geschichte anhört, bevor das Schiff im Morgengrauen ausläuft. Maxim Didenko führt die Zuschauer*innen mit den Figuren in die Nachtclubs und Bars Lissabons, wo Geflüchtete und Gestrandete einer unwahrscheinlichen Zukunft entgegenwarten. Zur Musik all ihrer Herkunftsländer erwacht eine Erzählung zum Leben, die von Liebe und Verrat handelt, von aussichtsloser Hoffnung und unstillbarem Hunger nach Leben. Es ist die Geschichte einer Liebe im Zweiten Weltkrieg, es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, die sich bis heute über alle Zeit- und Ortsgrenzen hinweg wiederholt. Regie: Maxim Didenko Bühne & Kostüm: Patricia Talacko Licht: Nicole Berry Musik: Louis Lebee Choreografie: Sofia Pintzou Dramaturgie: Annabelle Leschke/Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit arabischen Übertiteln Dauer: 3 Std, inkl. einer Pause Hinweise: - In der Inszenierung kommt es zu expliziter Gewaltdarstellung. Außerdem wird schwere Krankheit thematisiert. - In unserer Inszenierung »Die Nacht von Lissabon« spielen live aufgenommene Videobilder eine zentrale Rolle. Dafür ist es notwendig, dass die auf der Bühne verwendete Kamera mit höchstmöglicher Auflösung und weitestgehend ohne Zeitverzögerung mit der Videoregie kommunizieren kann. Diese Kommunikation erfolgt über ein WLAN-Netz. Leider wird diese WLAN-Verbindung gestört, wenn die Mobiltelefone im Zuschauerraum nicht in den Flugmodus (inkl. abgeschaltetem WLAN) versetzt werden. Wir bitte Sie daher, das Telefon im besten Falle ab-, zumindest aber den Flugzeugmodus ein- und das WLAN auszuschalten, damit es für alle ein tolles und störungsfreies Theatererlebnis wird.
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Faust

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

in einer Bearbeitung von Daniel Cremer und Mascha Luttmann Übersetzung in Leichte Sprache: Daniel Cremer und Tina Lackner Goethes »Faust« in Leichter Sprache! Mit einer Übersetzung in Leichte Sprache wird die Tragödie über die Suche nach Erkenntnis für alle zugänglich erzählt. Im spielerischen Umgang mit der barrierearmen Sprachform entsteht ein unmittelbarer Zugriff auf den bekannten Klassiker: die Wette zwischen Gut und Böse, das Leiden des Intellektuellen an der Frage nach dem Sinn und die kontroverse Beziehung zur jungen Margarete. Doch auch Goethes Verse sind immer wieder zu hören. Faust ist ein Theater∙stück. Das Theater∙stück ist von Goethe. Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück. In dem Theater∙stück geht es um Faust. Faust ist ein Mann. Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt. Jetzt ist er alt und denkt: Ich habe nichts erlebt. Mir macht nichts mehr Spaß. Dann trifft Faust den Teufel. Der Teufel sagt zu Faust: Du kannst viele Abenteuer erleben. Dafür musst du mir deine Seele geben. Faust sagt zum Teufel: Ja ich stimme zu. Eine Hexe gibt Faust einen Zauber∙trank. Der Zauber∙trank macht Faust 30 Jahre jünger. Faust will immer mehr: • Mehr Spaß • Mehr Geld • Mehr über die Welt wissen. Er hetzt von Abenteuer zu Abenteuer. Er ist nie zufrieden. Dann trifft er Gretchen. Regie: Daniel Cremer Bühne & Kostüm: Carolin Gieszner Licht: Wolfgang Schüle MusikOscar Marie Le Merle Berater / Outside-Eye: Bastian Wurbs Dramaturgie: Mascha Luttmann In deutscher Sprache Dauer: 2 Std 15 Min, inkl. einer Pause
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Miss Sara Jevo

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo. Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag. Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern? Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Orlando« bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. »Miss Sara Jevo« stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte. Regie: Milo Čortanovački Bühne & Kostüm: Andrijana Trpković Licht: Ronny Bergmann Musik: Ágnes Peregi Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min ohne Pause
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Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Beneidenswert ist, wer einen erfüllenden Job hat, eine Beziehung führt, Wohlstand anhäuft, einen schönen Körper hat ... Den Figuren in Sibylle Bergs Roman fehlt all das leider. Sie sind müde vom Leben, genervt von der Ehe und vom Chef sowieso. Also nehmen sie alle auf die ein oder andere Weise Reißaus, kehren dem Alltag den Rücken und beginnen eine verzweifelte Suche: nach der großen (neuen) Liebe, nach Begehren und Freiheit. Nach dem, was nach Glück riecht, während das eigene Leben erdrückt wird von der Langeweile und dem eigenen Selbstmitleid. »Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« war Sibylle Bergs erster Roman. Er erschien 1997 im Reclam Verlag Leipzig, nachdem erst 50 andere Verlage abgesagt hatten, und wurde ein großer Erfolg. Sibylle Berg ist heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autor*innen. Sie schreibt Theaterstücke, Romane und Reportagen, hat eine eigene Kolumne auf Spiegel Online und erstellte 2018 mit anderen Autorinnen einen Kanon weiblicher Literatur. Auch vierundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung trifft ihre präzise Beobachtung des selbstgemachten Leidens an einer privilegierten Welt. Regisseur Lukas Leon Krüger stellt in seiner Bühnenfassung vier Figuren des Romans in den Vordergrund – Nora, Vera, Helge und Tom treffen schicksalhaft aufeinander, um wieder glücklich zu sein ... und zu sterben? Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben. Inszenierung: Lukas Leon Krüger Bühne: Nora Müller Kostüme: Davide Raiola Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra Sprache: In deutscher Sprache Dauer: ca. 1 h 30 Min; keine Pause Hinweise: - Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. - Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.
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Die Schatten­präsidentinnen

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

von Selina Fillinger aus dem Englischen von Nico Rabenald Eine gefeierte Broadway-Komödie über die Frauen, die das Oval Office am Laufen halten, während sie den großen Idioten babysitten, der das Präsidentenamt bekleidet – und über die Frage, warum sie das tun und wie lange noch Das Weiße Haus: vielleicht nicht genau die gegenwärtige US-Regierung – aber in weiten Teilen die vorherige, kombiniert mit Angstträumen von der nächsten. Die Autorin Selina Fillinger interessiert sich allerdings weniger für den (inkompetenten) Präsidenten als vielmehr für seine hyperkompetenten Ermöglicherinnen: die Stabschefin, die Pressesekretärin, seine persönliche Sekretärin, sein Flirt, seine Schwester, eine Journalistin und die First Lady. Bereits um 9 Uhr morgens ist der Präsident in katastrophaler Weise vom Kurs abgekommen, nachdem er bei seinem ersten Auftritt die First Lady mit einem Wort angesprochen hat, das eigentlich unaussprechlich sein sollte und hier auf keinen Fall gedruckt werden kann. Das Königreich Bahrain reagiert brüskiert, die folgende Besprechung eines nuklearen Nichtangriffspakts droht sich zu einer atomaren Krise auszuwachsen, der Irrsinn regiert… Gewidmet hat die erfolgreiche US-amerikanische Dramatikerin Selina Fillinger ihr Stück »jeder Frau, die sich jemals als Nebenrolle in einer männlichen Farce wiedergefunden hat« – und sorgt mit sieben brillanten weiblichen Rollen für Änderung. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüm: Annika Lu Licht: Robby Schumann Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 45 Min Hinweis: Der Stücktext beinhaltet vulgäre Sprache.
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Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Der französische Star-Autor Édouard Louis portraitiert seine Mutter: die prekären Verhältnisse ihrer Klasse, wie viel sie vom Leben will, wie wenig sie bekommt und wie es ihr endlich gelingt, sich aus Abhängigkeit und männlicher Gewalt zu befreien. Was kostet die Freiheit einer Frau? Aufgewachsen im französischen Norden, wo die Leute in Fabriken arbeiteten, bis diese vor 20 Jahren schlossen, scheint Moniques Lebensweg vorgezeichnet: abgebrochene Ausbildung der Kinder wegen, Abhängigkeit von ihrem Mann, politisch gewollte Armut. Ihr Sohn, Édouard Louis, begann aus Rache mit dem Schreiben, als Protest gegen Klassenunterschiede und die Unsichtbarkeit von Menschen ohne Privilegien. In seinen Erzählungen »Die Freiheit einer Frau« und »Monique bricht aus« schlägt er ungewöhnlich zärtliche Töne an. Er beschreibt den Weg seiner Mutter auf die gesellschaftliche Bühne, die sonst nur den »feinen Leuten« vorbehalten ist und die Kosten ihres Freiheitskampfes: ihre Scham, die Stapel von Formularen, die sie ausgefüllt hat, die finanziellen Mittel und die ungeheure Kraftanstrengung, die es forderte. Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat. Regie & Kostüm: Jan Friedrich Bühne: Louisa Robin Licht: Robby Schumann Musik: Friedrich Byusa Blam Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: Dauer 1 Std 25 Min, ohne Pause
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Es sagt, es liebt uns

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System. Als stets verfügbare Lebenshilfe bestellt, entwickelt sie einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie und die Welt. Eine emotionale Erzählung digitaler Transformation von Hausautor Emre Akal. Die Welt hat sich gedreht. Die Digitalisierung ist vorangeschritten. Erich K. ist im Sessel sitzen geblieben, blickt skeptisch auf ein Draußen, das er nicht mehr versteht und vermisst seine verstorbene Frau. In dieser Situation betritt eine Modular-Organische-Neuro-Intelligenz, kurz MO-NI, die Szene. Zur Entlastung seiner Tochter soll sie liegen gebliebene Care-Arbeit erledigen - mit Daten der verstorbenen Mutter und Ehefrau gefüttert. Fremd blickt der Vater auf »das Ding«. Fremd blickt MO-NI zurück auf die Gepflogenheiten der Humanoiden. Im Spiegel dieser Blicke entwickelt Emre Akal eine Geschichte zwischen Sci-Fi und Familiendrama, zwischen absurder Komik und Melancholie, die Grundannahmen menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Denn in Folge unvorhergesehener Abweichungen vom definierten Systemablauf verlangt MO-NI mit der Zeit mehr als nur dienendes Assistieren. Sie »will auch jemand sein« und konfrontiert die überforderte Kleinfamilie mit Fragen zu familiären Klischees, mit einem Bedürfnis nach echter Zugehörigkeit und eigenen Wünschen. Als Hausautor der Spielzeit 2025.26 hat Emre Akal das Auftragswerk »Es sagt, es liebt uns« für das Nationaltheater Mannheim entwickelt. Der Regisseur und Dramatiker wurde für seine Stücke bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem exil-Dramatiker*innenpreis der WIENER WORTSTAETTEN und dem Förderpreis für Theater der Stadt München und den Bayerischen Kunstpreis für Literatur. Der Aufenthalt von Emre Akal als Hausautor in der Spielzeit 2025.26 wird ermöglicht durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V. Regie: Dennis Duszczak Bühne: Thilo Ullrich Kostüm: Frederike Marsha Coors Musik: Jan Preißler Produktionsdramaturgie: Franziska Betz Dramaturgie Hausautorenschaft: Olivia Ebert Auftragswerk Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 35 Min, ohne Pause
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Hamlet

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Intrigen, Überwachung, rauschende Feste und mittendrin ein junger Mann, der sich nach Zugehörigkeit sehnt: Mit dem Rache-Drama »Hamlet« stellt Regisseur Nuran David Calis Fragen nach Identität, Beziehungen und Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Trauer um den Vater ist noch frisch, als Hamlet erfährt, dass sein Onkel Claudius seine Mutter ehelichen und auch die Krone im dänischen Königreich übernehmen wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius’ Schuld zu beweisen – doch was dann? Selbst den Thron besteigen? Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Bekannt für seine Klassiker-Bearbeitungen widmet sich Nuran David Calis der Auseinandersetzung zwischen der jungen und älteren Generation: Zwischen den unzähligen Anforderungen, die Gesellschaft und Elternhaus an junge Menschen stellen, ergeben sich Sinn-Fragen, Widersprüche und Identitätskämpfe. Wo lassen sich Zutrauen, Sicherheit und Heimat finden? Regie & Video: Nuran David Calis Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Anna Sünkel Licht: Robby Schumann Musik: Vivan Bhatti Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Übertiteln auf Arabisch oder Farsi Dauer: 2 Std 40 Min, zzgl. Pause
Aufführungen | Schauspiel

Dinge | über | Leben

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Die Regisseurin Ayşe Güvendiren errichtet ein theatrales Museum als Liebeserklärung für Mevlüde Genç, die 1993 bei einem rassistischen Brandanschlag fünf ihrer Liebsten verlor und sich bis zu ihrem Tod als Friedensbotschafterin engagiert hat. Keine Reiterstandbilder werden hier zu sehen sein, keine Hymnen zu hören, keine monumentalen Artefakte ausgestellt und nicht die Heldentaten alter Könige erzählt. Mit Geschichten, Liedern, materiellen Zeugnissen und in engem Austausch mit Hinterbliebenen erweckt Ayşe Güvendiren eine Frau zum Leben, die vielen nur als Trauernde in Erinnerung ist und deren Leben für so viel mehr steht: für Menschlichkeit, für konkret gelebte Zeitgeschichte im Kontext bundesdeutscher Migrationsgeschichte und rechten Terrors und für die Widerständigkeit einer Frau, die sich im Alltäglichen und oft unsichtbar den großen, gewaltvollen Narrativen entgegengestellt hat. Was ist es wert, erinnert zu werden? Der Theaterabend spielt mit musealen Traditionen und versteht sich als Gegenentwurf. Ayşe Güvendiren hat sich am NTM bereits mit den Arbeiten »Als wäre es gestern gewesen« und »DRUCK!« einem Mannheimer Publikum vorgestellt. Inspiriert ist ihr kommendes Rechercheprojekt vom Werk des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk und seinem Roman »Museum der Unschuld«. Regie: Ayşe Güvendiren Bühne: Marilena Büld/Tavga Guttstadt Kostüm: Oktavia Herbst Musik: Torsten Knoll Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 40 Min, ohne Pause
Aufführungen | Schauspiel

Das Lehrerzimmer

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Eine Diebstahlserie irritiert das soziale Gefüge einer Schule. Während Lehrerin Carla Nowak um Gerechtigkeit ringt, nehmen Verdächtigungen und Denunziantentum zu. İlker Çataks vielfach ausgezeichneter und für die Oscars nominierter Film kommt erstmals auf die Bühne. Die Mathe- und Sportlehrerin Carla Nowak ist neu an einem Gymnasium. Sie bemüht sich um eine verständnisvolle Kommunikation mit Schüler*innen und Eltern, engagiert sich für Transparenz, Toleranz und Gerechtigkeit. Das vom Schulalltag desillusionierte Kollegium ist von diesem Idealismus wenig beeindruckt. Den bisher unaufgeklärten Diebstählen an der Schule begegnet es mit einer »Null-Toleranz-Politik«. Die erscheint zunächst gerecht, führt aber beispielsweise dazu, dass der Schüler Ali vor versammelter Klasse ohne Beweis verdächtigt wird. Nach dieser für ihn und seine Eltern entwürdigenden Situation entschließt sich Carla Nowak, selbst zur Aufklärung beizutragen. İlker Çataks preisgekrönter Film ist eine Studie über Machtverhältnisse in der Gesellschaft und zeigt, wie Einzelne an verhärteten Fronten aufgerieben werden. Regisseur Adrian Figueroa stärkt in seiner Inszenierung die Perspektive der Schüler*innen. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen steht gemeinsam mit Schauspielenden aus dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim auf der Bühne. Regie: Adrian Figueroa Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Bettina Werner Licht: Robby Schumann Musik: Ketan Bhatti Choreografie: Kadir „Amigo“ Memiş Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause
Aufführungen | Performance

All My Life Watching America

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Uraufführung: 20.3.2026 Ein Stadtteil namens Franklin, Quadrate wie in Manhattan, Elvis ist hier aufgetreten, das aktive US-Militärlager, die Coleman-Worksite oder die rollenden Motoren bei John Deere: Wohin man auch schaut, findet man in Mannheim Spuren der USA. Der Einfluss der USA ist aus Pop und Weltpolitik schwer wegzudenken. Ob in den Nachrichten, im Radio, im Film oder den Sozialen Medien ist von Umweltkatastrophen über Klatsch und Tratsch bis hin zu politischen Krisen alles dabei. Eine Politik, die scheinbar weit weg ist, aber reale Konsequenzen auf Biografien von Menschen auch aus Mannheim hat, bekommt in diesem Abend den Fokus. Nach »New World Franklin«, »Unauthorized und Unverschämt« und »Vier Jahreszeiten« beschäftigt sich das Mannheimer Stadtensemble weiter mit den Verbindungen zwischen Mannheimer*innen und den USA. Wir fragen: Welche Geschichten sind noch nicht erzählt? Welche Erinnerungen und Vorstellungen von den USA müssen erwähnt werden? Für einige beginnt der Weg der Migration mit einem Krieg, in dem Weltmächte gegeneinander konkurrieren, für andere ist die Sehnsucht nach Freiheit damit verbunden, das Land der unendlichen Möglichkeiten zu erleben, für wieder andere geht es um Perspektiven außerhalb des Eurozentrismus. Ein Lied aus dem Radio gibt den Impuls zu schauen, welchen direkten Einfluss die USA auf Biografien aus der Region haben. Regie: Nazli Saremi Bühne & Kostüm: Nora Müller Texte: Serra Al-Deen Choreografie: Yuliia Rudnitska Dramaturgie & Leitung Stadtensemble: Beata Anna Schmutz Organisation: Nike-Marie Steinbach FSJ Kultur: Ariane Neumann Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen | Schauspiel

Krieg ist kein Spiel für Frauen

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

chon in der Kindheit weisen die Spiele von Jungen kriegerische Merkmale auf: Sie schießen mit Stöcken, bauen Unterstände, bekommen Schwerter, zum Spaß. Erwachsene Männer spielen Strategiespiele, in denen sie Gebiete erobern. Wo sind eigentlich die Frauen in diesen Spielen? Sind sie die unsichtbaren, namenlosen, wartenden Mütter, Geliebten und Ehefrauen? Welche Rollen haben sie wirklich – im Krieg? Die russische Regisseurin Natasha Borenko konzentriert sich auf Projekte zur Friedenssicherung in Russland, der Ukraine und Tschetschenien. Für »Krieg ist kein Spiel für Frauen« recherchiert Borenko Geschichten von Frauen im Krieg und inszeniert eine Kriegsandacht, in der das Publikum »in einem gemeinsamen Ritual« die Geschichten dieser Frauen erlebt. Regie: Natasha Borenko Bühne & Kostüm: Ksenia Peretrukhina Dramaturgie: Beata Anna Schmutz Dauer 1 Std 30 Min Hinweis: Diese Inszenierung gibt die Kriegserfahrungen von Menschen wieder. Sie erzählt von militärischen Einsätzen, von Fluchterfahrungen und Migration. Enthalten sind sprachliche Erzählungen von körperlicher und sexualisierter Gewalt sowie von Kindesmissbrauch. Bei Fragen wenden Sie sich an: beata-anna.schmutz@mannheim.de
Aufführungen | Schauspiel

Endspiel (Fin de Partie)

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

In einer Welt nach der Katastrophe spielen vier verlorene Clowns ein tragikomisches Endspiel. Nur scheint niemand die Spielregeln zu kennen und das Ende will einfach nicht in Sicht kommen. Da bleibt nur: Weiterspielen. Jonas Mangler inszeniert den absurden Klassiker mit viel Empathie für Becketts Figuren und feinem Gespür für dessen düsteren Humor. Alles zum Stillstand gekommen – die Zeit, die Hoffnung, die Bewegung. Nur Hamm, der vermeintlich blinde Herrscher, und sein Begleiter Clov bleiben zurück. Der eine kann nicht stehen, der andere nicht sitzen. In ihrer gegenseitigen Abhängigkeit kreisen sie endlos umeinander, gefangen zwischen absurden Routinen, Verzweiflung und Ausbruchsversuch. Und dann sind da noch die Eltern Hamms, die nach Brei und Aufmerksamkeit schreien. So oft Clov verkündet, sie alle zu verlassen, so oft kehrt er doch zurück – angetrieben wovon? »Mitleid«, vermutet Hamm. Oder Angst. Oder sogar Liebe für die gescheiterte Vaterfigur? Der Literatur-Nobelpreisträger Beckett schrieb sein ebenso existenzielles wie komödiantisches Stück Mitte der 1950er Jahre im Angesicht einer zerrütteten Gegenwart und ungewissen Zukunft. Seine absurden Clowns sind halb postapokalyptische Farce, halb Sozialstudie menschlicher Machtspiele und Abhängigkeiten. Immer auf der Suche nach Sinn in einer Welt, die längst aufgehört hat, Antworten zu geben. Regie: Jonas Mangler Bühne & Kostüm: Lea Stöcker Licht: Ronny Bergmann Mitarbeit Musik: Christopher Müller Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min, ohne Pause
Aufführungen | Schauspiel

Ins kalte Wasser

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Was steht Beziehungen im Weg? Wann und wie können wir uns endlich alles Ungesagte sagen? Ein musikalisch-performativer Abend von und mit den Schauspielerinnen Annemarie Brüntjen und Jessica Higgins. Annemarie Brüntjen und Jessica Higgins brauchen an diesem Abend nicht mehr als ihren Gesang und eine Loop-Station. Mit Texten von Sarah Kane und Pink Floyd sowie Songs von Daft Punk, Christina Aguilera, Shirley and Company, Mitski, Elvis Presley und Johnny Cash kreieren sie eine freie Collage, die von Schmerz, Gier und Scham erzählt, von Begegnungen und Vergegnungen, dem Ungesagten auf der Spur. »Ins kalte Wasser«: In dieser Reihe präsentieren unsere Regie- und Ausstattungsassistierenden und Ensemblemitglieder monatlich eigene Arbeiten. Ohne lange Proben geht’s direkt »ins kalte Wasser« und mit frischen Ideen auf die Bühne.
Aufführungen | Schauspiel

DRUCK!

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Hassans Bruder sitzt in Haft. Die Schwester der beiden mahnt Hassan, sich aus der Angelegenheit rauszuhalten und sich den gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen. Doch Hassan ist auf der Suche nach Gerechtigkeit – für seinen Bruder und für sich selbst. »In meiner Stadt / Wirst du etwas / Oder aber fällst / Aus dem sechsten Stock.« – Für Hassans Geschwister ist das die Realität. Sein Bruder dealt und wird erwischt, während die Schwester Shirin sich nur um ihren Einserschnitt und das BWL-Studium zu kümmern scheint. Aber was ist mit Hassan? Statt mit dem Medizinstudium verbringt er seine Zeit mit den Freunden Omar, Murat und Freddie im Wiener Vogelweidpark und raucht Sportzigaretten. Doch auch er muss sich entscheiden: Ärger aus dem Weg gehen und endlich das Studium abschließen, wie die Familie es sich wünscht, oder gegen ein System aufbegehren, das ihn unter Generalverdacht stellt und seinem Bruder die Zukunftschancen nimmt. Als dann dem Bruder auch noch eine überhöhte Strafe droht, setzt Hassan alles daran, ihn zu verteidigen. Bei einer Demo entlädt sich der Druck, den die Freunde schon so lange spüren. Mit »DRUCK!« gelingt Arad Dabiri eine differenzierte und politische Betrachtung unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Mit treibendem Rhythmus und in schnellen, ehrlichen Dialogen spitzt er Fragen nach Herkunft, Verantwortung und Freiheit zu. Regie: Ayşe Güvendiren Bühne: Theresa Scheitzenhammer Kostüm: Oktavia Herbst Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 35 Min
Aufführungen | Schauspiel

Istanbul

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Stellen wir uns vor, das Wirtschaftswunder hätte in der Türkei und nicht in Deutschland stattgefunden. Statt der türkischen Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen, wären Mannheimerinnen und Mannheimer nach Istanbul ausgewandert, um dort zu arbeiten und zu leben. Wie hätten sie sich zurecht gefunden in einer ihnen fremden Welt? An welche Sitten und Gebräuche hätten sie sich gewöhnen müssen, und hätten sie das überhaupt gewollt? Wäre ihnen das neue Land jemals zur Heimat geworden? In Szenen auf Deutsch und Songs auf Türkisch erzählt der Liederabend »Istanbul« von Regisseurin Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, in der Spielzeit 2016/17 Hausautor am Nationaltheater Mannheim, die Geschichte der Gastarbeiter andersherum: Klaus Gruber, ein Arbeiter aus Mannheim, sucht in Istanbul eine Zukunft für sich und seine Familie. Aber das Ankommen in der Fremde ist gar nicht so einfach. Zum Glück vermögen die wundervoll-traurigen Lieder von Sezen Aksu, der Göttin der türkischen Popmusik, das Heimweh zu lindern. Idee & Konzept: Selen Kara / Torsten Kindermann Fassung: Selen Kara / Akin E. Şipal Text: Akin E. Şipal / Selen Kara / Torsten Kindermann Regie: Selen Kara Musikalische Leitung: Torsten Kindermann Bühne: Thomas Rupert Kostüme: Emir Medic Licht: Damian Chmielarz Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer / Ouldooz Pirniya Sprache: In deutscher Sprache mit türkischen Übertiteln Dauer: 2 Stunden, keine Pause

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