Aufführungen / Oper
Nationaltheater Mannheim
Mannheim, Mozartstr. 9
- Premiere: Choreografische Werkstatt
- Madama Butterfly
- Sitzkissenkonzert mit Cello und Marimba
- 5. Akademiekonzert: Nesterowicz dirigiert Smetana, Encke (UA), Dvořák
- Lucrezia Borgia

- Singen macht Spaß!
- Lohengrin
- Der Barbier von Sevilla
- Szenen einer Ehe
- Café Concert
- Pièces romantiques
- Der Ring an einem Abend
- Pagliacci (Der Bajazzo)
- Boléro, Boléro
- Comedian Harmonists
- Parsifal
- Lavi - Lapich - Brunner
- 6. Akademiekonzert
- Lange Nacht der Künste
- Die Csárdásfürstin
- Ein Sommernachtstraum
- Das Nationaltheater Mannheim ist eines der größten und ältesten kommunalen Repertoiretheater Deutschlands.
Aufführungen / Theater
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Ludwigshafen, Berliner Str. 30
- Morgen: Jesus Christ Superstar
- Moby Dick
- Sonst Schoko
- Grupo Corpo
- Es ist nur eine Phase, Hase
- La Bohème
- Wort & Wein - Kraut und Reben
- On the Move
- Typen
- Momo
- Robert John Hope
- Paris Opera Junior Ballet
- Maß für Maß
- Tableau
- Pasta Diva
- Troja
- Werther (Love & Death)
- Maldonne
- Hair
- Café Concert: Magical Mystery Tour
- Petite Messe Solennelle
- Coppélia
- Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin
- Stolz und Vorurteil* (*oder so)
- Don Giovanni
- Lacrima
- Requiem(s)
- [Superstrat[
- Alles Liebe, Linda
- Exposure
- Blind
- Hochklassige nationale und internationale Gastspiele in den Sparten Schauspiel, Tanz und Musiktheater.
Aufführungen / Theater
Nationaltheater Schauspiel Mannheim
Mannheim, Mozartstr. 9
- Morgen: Dinge | über | Leben (Premiere)
- Uraufführung: Hall of Fans
- Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus
- Slippery Slope
- Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

- Der zerbrochne Krug
- Es sagt, es liebt uns
- Kabale und Liebe
- Die Leiden des jungen Werther

- Miss Sara Jevo

- Denk jetzt nicht an Zitrone!
- Endspiel (Fin de Partie)

- Die Nacht von Lissabon

- Faust
- Die Welt ist rund

- Die Dreigroschenoper

- Fantastische Drachenwesen im Ferienlager – und wie sie sich kombinieren lassen
- Mondeis
- Das Lehrerzimmer

- Istanbul

- Unter Drachen

- Hamlet
- All My Life Watching America
- DRUCK!
- Freche Fläche

- Die Schattenpräsidentinnen
- Krieg ist kein Spiel für Frauen
- Schauspiel des Nationaltheater Mannheims
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Hamlet
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Intrigen, Überwachung, rauschende Feste und mittendrin ein junger Mann, der sich nach Zugehörigkeit sehnt: Mit dem Rache-Drama »Hamlet« stellt Regisseur Nuran David Calis Fragen nach Identität, Beziehungen und Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Trauer um den Vater ist noch frisch, als Hamlet erfährt, dass sein Onkel Claudius seine Mutter ehelichen und auch die Krone im dänischen Königreich übernehmen wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius’ Schuld zu beweisen – doch was dann? Selbst den Thron besteigen? Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Bekannt für seine Klassiker-Bearbeitungen widmet sich Nuran David Calis der Auseinandersetzung zwischen der jungen und älteren Generation: Zwischen den unzähligen Anforderungen, die Gesellschaft und Elternhaus an junge Menschen stellen, ergeben sich Sinn-Fragen, Widersprüche und Identitätskämpfe. Wo lassen sich Zutrauen, Sicherheit und Heimat finden? Regie & Video: Nuran David Calis Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Anna Sünkel Licht: Robby Schumann Musik: Vivan Bhatti Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Übertiteln auf Arabisch oder Farsi Dauer: 2 Std 20 Min, zzgl. Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Dinge | über | Leben
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Premiere: 27.2.2026 Die Regisseurin Ayşe Güvendiren errichtet ein theatrales Museum als Liebeserklärung für Mevlüde Genç, die 1993 bei einem rassistischen Brandanschlag fünf ihrer Liebsten verlor und sich bis zu ihrem Tod als Friedensbotschafterin engagiert hat. Keine Reiterstandbilder werden hier zu sehen sein, keine Hymnen zu hören, keine monumentalen Artefakte ausgestellt und nicht die Heldentaten alter Könige erzählt. Mit Geschichten, Liedern, materiellen Zeugnissen und in engem Austausch mit Hinterbliebenen erweckt Ayşe Güvendiren eine Frau zum Leben, die vielen nur als Trauernde in Erinnerung ist und deren Leben für so viel mehr steht: für Menschlichkeit, für konkret gelebte Zeitgeschichte im Kontext bundesdeutscher Migrationsgeschichte und rechten Terrors und für die Widerständigkeit einer Frau, die sich im Alltäglichen und oft unsichtbar den großen, gewaltvollen Narrativen entgegengestellt hat. Was ist es wert, erinnert zu werden? Der Theaterabend spielt mit musealen Traditionen und versteht sich als Gegenentwurf. Ayşe Güvendiren hat sich am NTM bereits mit den Arbeiten »Als wäre es gestern gewesen« und »DRUCK!« einem Mannheimer Publikum vorgestellt. Inspiriert ist ihr kommendes Rechercheprojekt vom Werk des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk und seinem Roman »Museum der Unschuld«. Regie: Ayşe Güvendiren Bühne: Marilena Büld/Tavga Guttstadt Kostüm: Oktavia Herbst Musik: Torsten Knoll Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen
| Performance
All My Life Watching America
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Uraufführung: 20.3.2026 Ein Stadtteil namens Franklin, Quadrate wie in Manhattan, Elvis ist hier aufgetreten, das aktive US-Militärlager, die Coleman-Worksite oder die rollenden Motoren bei John Deere: Wohin man auch schaut, findet man in Mannheim Spuren der USA. Der Einfluss der USA ist aus Pop und Weltpolitik schwer wegzudenken. Ob in den Nachrichten, im Radio, im Film oder den Sozialen Medien ist von Umweltkatastrophen über Klatsch und Tratsch bis hin zu politischen Krisen alles dabei. Eine Politik, die scheinbar weit weg ist, aber reale Konsequenzen auf Biografien von Menschen auch aus Mannheim hat, bekommt in diesem Abend den Fokus. Nach »New World Franklin«, »Unauthorized und Unverschämt« und »Vier Jahreszeiten« beschäftigt sich das Mannheimer Stadtensemble weiter mit den Verbindungen zwischen Mannheimer*innen und den USA. Wir fragen: Welche Geschichten sind noch nicht erzählt? Welche Erinnerungen und Vorstellungen von den USA müssen erwähnt werden? Für einige beginnt der Weg der Migration mit einem Krieg, in dem Weltmächte gegeneinander konkurrieren, für andere ist die Sehnsucht nach Freiheit damit verbunden, das Land der unendlichen Möglichkeiten zu erleben, für wieder andere geht es um Perspektiven außerhalb des Eurozentrismus. Ein Lied aus dem Radio gibt den Impuls zu schauen, welchen direkten Einfluss die USA auf Biografien aus der Region haben. Regie: Nazli Saremi Bühne & Kostüm: Nora Müller Texte: Serra Al-Deen Choreografie: Yuliia Rudnitska Dramaturgie & Leitung Stadtensemble: Beata Anna Schmutz Organisation: Nike-Marie Steinbach FSJ Kultur: Ariane Neumann Sprache: In deutscher Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
Die Nacht von Lissabon
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
in einer Bühnenfassung von Roman Dolzhansky Eine unkonventionelle Liebesgeschichte in Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Regie führt Maxim Didenko, der nach seiner gefeierten Bühnenadaption von »Ansichten eines Clowns« wieder am NTM inszenieren wird. 1942 am Hafen von Lissabon: Von dort starteten die Schiffe in die Freiheit. Hier warteten tausende verzweifelt auf eines der raren Tickets, versuchten ein Visum und Papiere für die Flucht vor dem Faschismus zu ergattern. Am Kai treffen zufällig zwei Männer aufeinander. Der eine will mit seiner Frau nach Amerika fliehen, besitzt aber weder Pässe noch Tickets. Der andere hat beides und will es dem Fremden überlassen – unter der Bedingung, dass dieser sich seine Geschichte anhört, bevor das Schiff im Morgengrauen ausläuft. Maxim Didenko führt die Zuschauer*innen mit den Figuren in die Nachtclubs und Bars Lissabons, wo Geflüchtete und Gestrandete einer unwahrscheinlichen Zukunft entgegenwarten. Zur Musik all ihrer Herkunftsländer erwacht eine Erzählung zum Leben, die von Liebe und Verrat handelt, von aussichtsloser Hoffnung und unstillbarem Hunger nach Leben. Es ist die Geschichte einer Liebe im Zweiten Weltkrieg, es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, die sich bis heute über alle Zeit- und Ortsgrenzen hinweg wiederholt. Regie: Maxim Didenko Bühne & Kostüm: Patricia Talacko Licht: Nicole Berry Musik: Louis Lebee Choreografie: Sofia Pintzou Dramaturgie: Annabelle Leschke/Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit arabischen Übertiteln Dauer: 3 Std, inkl. einer Pause Hinweise: - In der Inszenierung kommt es zu expliziter Gewaltdarstellung. Außerdem wird schwere Krankheit thematisiert. - In unserer Inszenierung »Die Nacht von Lissabon« spielen live aufgenommene Videobilder eine zentrale Rolle. Dafür ist es notwendig, dass die auf der Bühne verwendete Kamera mit höchstmöglicher Auflösung und weitestgehend ohne Zeitverzögerung mit der Videoregie kommunizieren kann. Diese Kommunikation erfolgt über ein WLAN-Netz. Leider wird diese WLAN-Verbindung gestört, wenn die Mobiltelefone im Zuschauerraum nicht in den Flugmodus (inkl. abgeschaltetem WLAN) versetzt werden. Wir bitte Sie daher, das Telefon im besten Falle ab-, zumindest aber den Flugzeugmodus ein- und das WLAN auszuschalten, damit es für alle ein tolles und störungsfreies Theatererlebnis wird.
Aufführungen
| Schauspiel
Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Beneidenswert ist, wer einen erfüllenden Job hat, eine Beziehung führt, Wohlstand anhäuft, einen schönen Körper hat ... Den Figuren in Sibylle Bergs Roman fehlt all das leider. Sie sind müde vom Leben, genervt von der Ehe und vom Chef sowieso. Also nehmen sie alle auf die ein oder andere Weise Reißaus, kehren dem Alltag den Rücken und beginnen eine verzweifelte Suche: nach der großen (neuen) Liebe, nach Begehren und Freiheit. Nach dem, was nach Glück riecht, während das eigene Leben erdrückt wird von der Langeweile und dem eigenen Selbstmitleid. »Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« war Sibylle Bergs erster Roman. Er erschien 1997 im Reclam Verlag Leipzig, nachdem erst 50 andere Verlage abgesagt hatten, und wurde ein großer Erfolg. Sibylle Berg ist heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autor*innen. Sie schreibt Theaterstücke, Romane und Reportagen, hat eine eigene Kolumne auf Spiegel Online und erstellte 2018 mit anderen Autorinnen einen Kanon weiblicher Literatur. Auch vierundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung trifft ihre präzise Beobachtung des selbstgemachten Leidens an einer privilegierten Welt. Regisseur Lukas Leon Krüger stellt in seiner Bühnenfassung vier Figuren des Romans in den Vordergrund – Nora, Vera, Helge und Tom treffen schicksalhaft aufeinander, um wieder glücklich zu sein ... und zu sterben? Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben. Inszenierung: Lukas Leon Krüger Bühne: Nora Müller Kostüme: Davide Raiola Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra Sprache: In deutscher Sprache Dauer: ca. 1 h 30 Min; keine Pause Hinweise: - Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. - Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.
Aufführungen
| Schauspiel
Die Schattenpräsidentinnen
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
von Selina Fillinger aus dem Englischen von Nico Rabenald Eine gefeierte Broadway-Komödie über die Frauen, die das Oval Office am Laufen halten, während sie den großen Idioten babysitten, der das Präsidentenamt bekleidet – und über die Frage, warum sie das tun und wie lange noch Das Weiße Haus: vielleicht nicht genau die gegenwärtige US-Regierung – aber in weiten Teilen die vorherige, kombiniert mit Angstträumen von der nächsten. Die Autorin Selina Fillinger interessiert sich allerdings weniger für den (inkompetenten) Präsidenten als vielmehr für seine hyperkompetenten Ermöglicherinnen: die Stabschefin, die Pressesekretärin, seine persönliche Sekretärin, sein Flirt, seine Schwester, eine Journalistin und die First Lady. Bereits um 9 Uhr morgens ist der Präsident in katastrophaler Weise vom Kurs abgekommen, nachdem er bei seinem ersten Auftritt die First Lady mit einem Wort angesprochen hat, das eigentlich unaussprechlich sein sollte und hier auf keinen Fall gedruckt werden kann. Das Königreich Bahrain reagiert brüskiert, die folgende Besprechung eines nuklearen Nichtangriffspakts droht sich zu einer atomaren Krise auszuwachsen, der Irrsinn regiert… Gewidmet hat die erfolgreiche US-amerikanische Dramatikerin Selina Fillinger ihr Stück »jeder Frau, die sich jemals als Nebenrolle in einer männlichen Farce wiedergefunden hat« – und sorgt mit sieben brillanten weiblichen Rollen für Änderung. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüm: Annika Lu Licht: Robby Schumann Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 45 Min Hinweis: Der Stücktext beinhaltet vulgäre Sprache.
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Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Premiere: 21.2.2026 Der französische Star-Autor Édouard Louis portraitiert seine Mutter: die prekären Verhältnisse ihrer Klasse, wie viel sie vom Leben will, wie wenig sie bekommt und wie es ihr endlich gelingt, sich aus Abhängigkeit und männlicher Gewalt zu befreien. Was kostet die Freiheit einer Frau? Aufgewachsen im französischen Norden, wo die Leute in Fabriken arbeiteten, bis diese vor 20 Jahren schlossen, scheint Moniques Lebensweg vorgezeichnet: abgebrochene Ausbildung der Kinder wegen, Abhängigkeit von ihrem Mann, politisch gewollte Armut. Ihr Sohn, Édouard Louis, begann aus Rache mit dem Schreiben, als Protest gegen Klassenunterschiede und die Unsichtbarkeit von Menschen ohne Privilegien. In seinen Erzählungen »Die Freiheit einer Frau« und »Monique bricht aus« schlägt er ungewöhnlich zärtliche Töne an. Er beschreibt den Weg seiner Mutter auf die gesellschaftliche Bühne, die sonst nur den »feinen Leuten« vorbehalten ist und die Kosten ihres Freiheitskampfes: ihre Scham, die Stapel von Formularen, die sie ausgefüllt hat, die finanziellen Mittel und die ungeheure Kraftanstrengung, die es forderte. Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat. Regie & Kostüm: Jan Friedrich Bühne: Louisa Robin Licht: Robby Schumann Musik: Friedrich Byusa Blam Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache
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| Schauspiel
Der zerbrochne Krug
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Der geliebte Krug von Marthe Rull ist zerbrochen worden! Der Verlobte ihrer Tochter Eve soll es gewesen sein. Aber ist es so einfach? Eine Dorfgesellschaft steht vor einer harten Prüfung: Wem kann man heute überhaupt noch trauen? Für Marthe Rull ist klar, dass Ruprecht, der Verlobte ihrer Tochter, der Täter ist. Doch im Prozess gibt es bald Grund zur Annahme, dass es jemand anderes gewesen sein könnte: Eve schweigt, Ruprecht glaubt, dass ein Liebhaber sich eingeschlichen hat, und die Nachbarin will sogar den Teufel gesehen haben. Alle schieben sich gegenseitig die Schuld zu und auch das Gericht macht sich verdächtig. Die Prozessführung wird immer absurder, während sich die oberste Gerichtsbarkeit in der eigenen Doppelmoral verfängt. Was ist die Wahrheit und welche Wahrnehmung zählt? Verschiedenen Perspektiven bringen nach und nach die Lügen einer eingeschworenen Gemeinde ans Licht. Kleists Komödie verhandelt, ob Menschen sich vertrauen und wann sie solidarisch sein können. Regisseurin Anna-Elisabeth Frick interessiert sich dabei für gesellschaftliche Systeme, in denen die Verhältnisse fest zementiert sind, Menschen sich Positionen gesichert haben und Verantwortung lieber von sich schieben. Mit Kleists raschen Dialogen wirft sie einen humorvollen Blick auf eine gewissenslose Gesellschaft, die ins Wanken gerät. Regie: Anna-Elisabeth Frick Bühne & Kostüm: Martha-Marie Pinsker Licht: Wolfgang Schüle Musik: Hannes Strobl Choreografie: Ted Stoffer Choreografische Assistenz: Sayaka Kaiwa Dramaturgie: Annabelle Leschke Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Krieg ist kein Spiel für Frauen
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
chon in der Kindheit weisen die Spiele von Jungen kriegerische Merkmale auf: Sie schießen mit Stöcken, bauen Unterstände, bekommen Schwerter, zum Spaß. Erwachsene Männer spielen Strategiespiele, in denen sie Gebiete erobern. Wo sind eigentlich die Frauen in diesen Spielen? Sind sie die unsichtbaren, namenlosen, wartenden Mütter, Geliebten und Ehefrauen? Welche Rollen haben sie wirklich – im Krieg? Die russische Regisseurin Natasha Borenko konzentriert sich auf Projekte zur Friedenssicherung in Russland, der Ukraine und Tschetschenien. Für »Krieg ist kein Spiel für Frauen« recherchiert Borenko Geschichten von Frauen im Krieg und inszeniert eine Kriegsandacht, in der das Publikum »in einem gemeinsamen Ritual« die Geschichten dieser Frauen erlebt. Regie: Natasha Borenko Bühne & Kostüm: Ksenia Peretrukhina Dramaturgie: Beata Anna Schmutz Dauer 1 Std 30 Min Hinweis: Diese Inszenierung gibt die Kriegserfahrungen von Menschen wieder. Sie erzählt von militärischen Einsätzen, von Fluchterfahrungen und Migration. Enthalten sind sprachliche Erzählungen von körperlicher und sexualisierter Gewalt sowie von Kindesmissbrauch. Bei Fragen wenden Sie sich an: beata-anna.schmutz@mannheim.de
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| Schauspiel
Endspiel (Fin de Partie)
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
In einer Welt nach der Katastrophe spielen vier verlorene Clowns ein tragikomisches Endspiel. Nur scheint niemand die Spielregeln zu kennen und das Ende will einfach nicht in Sicht kommen. Da bleibt nur: Weiterspielen. Jonas Mangler inszeniert den absurden Klassiker mit viel Empathie für Becketts Figuren und feinem Gespür für dessen düsteren Humor. Alles zum Stillstand gekommen – die Zeit, die Hoffnung, die Bewegung. Nur Hamm, der vermeintlich blinde Herrscher, und sein Begleiter Clov bleiben zurück. Der eine kann nicht stehen, der andere nicht sitzen. In ihrer gegenseitigen Abhängigkeit kreisen sie endlos umeinander, gefangen zwischen absurden Routinen, Verzweiflung und Ausbruchsversuch. Und dann sind da noch die Eltern Hamms, die nach Brei und Aufmerksamkeit schreien. So oft Clov verkündet, sie alle zu verlassen, so oft kehrt er doch zurück – angetrieben wovon? »Mitleid«, vermutet Hamm. Oder Angst. Oder sogar Liebe für die gescheiterte Vaterfigur? Der Literatur-Nobelpreisträger Beckett schrieb sein ebenso existenzielles wie komödiantisches Stück Mitte der 1950er Jahre im Angesicht einer zerrütteten Gegenwart und ungewissen Zukunft. Seine absurden Clowns sind halb postapokalyptische Farce, halb Sozialstudie menschlicher Machtspiele und Abhängigkeiten. Immer auf der Suche nach Sinn in einer Welt, die längst aufgehört hat, Antworten zu geben. Regie: Jonas Mangler Bühne & Kostüm: Lea Stöcker Licht: Ronny Bergmann Mitarbeit Musik: Christopher Müller Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Ins kalte Wasser
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Was steht Beziehungen im Weg? Wann und wie können wir uns endlich alles Ungesagte sagen? Ein musikalisch-performativer Abend von und mit den Schauspielerinnen Annemarie Brüntjen und Jessica Higgins. Annemarie Brüntjen und Jessica Higgins brauchen an diesem Abend nicht mehr als ihren Gesang und eine Loop-Station. Mit Texten von Sarah Kane und Pink Floyd sowie Songs von Daft Punk, Christina Aguilera, Shirley and Company, Mitski, Elvis Presley und Johnny Cash kreieren sie eine freie Collage, die von Schmerz, Gier und Scham erzählt, von Begegnungen und Vergegnungen, dem Ungesagten auf der Spur. »Ins kalte Wasser«: In dieser Reihe präsentieren unsere Regie- und Ausstattungsassistierenden und Ensemblemitglieder monatlich eigene Arbeiten. Ohne lange Proben geht’s direkt »ins kalte Wasser« und mit frischen Ideen auf die Bühne.
Aufführungen
| Schauspiel
DRUCK!
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Hassans Bruder sitzt in Haft. Die Schwester der beiden mahnt Hassan, sich aus der Angelegenheit rauszuhalten und sich den gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen. Doch Hassan ist auf der Suche nach Gerechtigkeit – für seinen Bruder und für sich selbst. »In meiner Stadt / Wirst du etwas / Oder aber fällst / Aus dem sechsten Stock.« – Für Hassans Geschwister ist das die Realität. Sein Bruder dealt und wird erwischt, während die Schwester Shirin sich nur um ihren Einserschnitt und das BWL-Studium zu kümmern scheint. Aber was ist mit Hassan? Statt mit dem Medizinstudium verbringt er seine Zeit mit den Freunden Omar, Murat und Freddie im Wiener Vogelweidpark und raucht Sportzigaretten. Doch auch er muss sich entscheiden: Ärger aus dem Weg gehen und endlich das Studium abschließen, wie die Familie es sich wünscht, oder gegen ein System aufbegehren, das ihn unter Generalverdacht stellt und seinem Bruder die Zukunftschancen nimmt. Als dann dem Bruder auch noch eine überhöhte Strafe droht, setzt Hassan alles daran, ihn zu verteidigen. Bei einer Demo entlädt sich der Druck, den die Freunde schon so lange spüren. Mit »DRUCK!« gelingt Arad Dabiri eine differenzierte und politische Betrachtung unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Mit treibendem Rhythmus und in schnellen, ehrlichen Dialogen spitzt er Fragen nach Herkunft, Verantwortung und Freiheit zu. Regie: Ayşe Güvendiren Bühne: Theresa Scheitzenhammer Kostüm: Oktavia Herbst Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 35 Min
Aufführungen
| Schauspiel
Istanbul
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Stellen wir uns vor, das Wirtschaftswunder hätte in der Türkei und nicht in Deutschland stattgefunden. Statt der türkischen Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen, wären Mannheimerinnen und Mannheimer nach Istanbul ausgewandert, um dort zu arbeiten und zu leben. Wie hätten sie sich zurecht gefunden in einer ihnen fremden Welt? An welche Sitten und Gebräuche hätten sie sich gewöhnen müssen, und hätten sie das überhaupt gewollt? Wäre ihnen das neue Land jemals zur Heimat geworden? In Szenen auf Deutsch und Songs auf Türkisch erzählt der Liederabend »Istanbul« von Regisseurin Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, in der Spielzeit 2016/17 Hausautor am Nationaltheater Mannheim, die Geschichte der Gastarbeiter andersherum: Klaus Gruber, ein Arbeiter aus Mannheim, sucht in Istanbul eine Zukunft für sich und seine Familie. Aber das Ankommen in der Fremde ist gar nicht so einfach. Zum Glück vermögen die wundervoll-traurigen Lieder von Sezen Aksu, der Göttin der türkischen Popmusik, das Heimweh zu lindern. Idee & Konzept: Selen Kara / Torsten Kindermann Fassung: Selen Kara / Akin E. Şipal Text: Akin E. Şipal / Selen Kara / Torsten Kindermann Regie: Selen Kara Musikalische Leitung: Torsten Kindermann Bühne: Thomas Rupert Kostüme: Emir Medic Licht: Damian Chmielarz Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer / Ouldooz Pirniya Sprache: In deutscher Sprache mit türkischen Übertiteln Dauer: 2 Stunden, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Slippery Slope
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
unter Mitarbeit von Riah May Knight und Itai Reicher aus dem Englischen von Irina Szodruch »Cancel-Culture«, »Political Correctness«, »alte weiße Männer«. Das hochunterhaltsame Satire-Musical von Yael Ronen und Shlomi Shaban nimmt sich bissig eine der großen Fragen unserer Zeit vor: Wer darf hier eigentlich noch was sagen? Der ehemals berühmte Musiker Gustav Gundesson plant sein Comeback, nachdem er wegen Machtmissbrauchs »gecancelt« wurde. Gar nicht so leicht, denn fast alle seine Songs fallen für ein Comeback-Konzert wegen kultureller Aneignung durch. Dabei haben die Fans früher Songs wie den Beduinen-Hit »Eye of the Camel« begeistert mitgesungen. Gustav hatte doch alles nur gut gemeint, wollte seine Ehe mit Klara und seine Geliebte Sky vor den Fängen der Musikindustrie retten. Während jedoch Sky ihre Solokarriere auf Social Media vorantreibt und die erfolgreiche Chefredakteurin Klara die Mid-Life-Crisis ihres Mannes belächelt, wittert Klaras Angestellte, die Journalistin Stanka, ihre nächste große Enthüllung. Mit viel Witz und Scharfsinn schickt »Slippery Slope« seine Figuren auf das dünne Eis der aktuellen Debattenkultur. Wer hat hier nochmal wen ausgenutzt? Oder viel wichtiger: Wer verkauft seine Geschichte am besten? Die satirische Revue über den Wunsch nach einfachen Wahrheiten wurde 2022 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und kommt jetzt ins Alte Kino Franklin. Regie: Anaïs Durand-Mauptit Bühne & Kostüm: Hilke Fomferra Musikalische Leitung: Sophia Günst Songwriting und Komposition: Shalom Shaban Komposition und Arrangements: Yaniv Fridel/Ofer Shabi Licht: Wolfgang Schüle Choreografie: Emma Kate Tilson Dramaturgie: Franziska Betz Sprache: In deutscher Sprache | an ausgewählten Terminen mit deutschsprachiger Live-Audiodeskription, mit vorheriger Bühnentastführung Dauer: 1 Std 40 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Leiden des jungen Werther
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Werther ist in Lotte verliebt. Aber Lotte ist mit Albert zusammen. Werther wurde vorgewarnt, es sei hoffnungslos, Lotte außer seiner Reichweite. Aber er erkennt in Lotte eine Seelenverwandte und gibt nicht auf, um sie zu werben… Und ganz uninteressiert scheint auch sie nicht zu sein. Oder? Goethes Briefroman wurde 1774 zu einem Bestseller und machte den damals 25-Jährigen über Nacht berühmt. Der Erfolg hatte unerwartete Nebenwirkungen: Die Geschichte um den jungen Mann, den seine unerwiderte Liebe zu Lotte schlussendlich in den Selbstmord treibt, wurde zum Vorbild und zur Inspiration für viele unglücklich Liebende und löste eine regelrechte Selbstmordwelle aus. Der »Werther-Effekt« ist heute ein Begriff der Sozialpsychologie und bezeichnet das Phänomen »medial vermittelter Nachahmungs-Suizide«. Ist es wirklich Liebe, wenn man von Besitz spricht? Was für eine Art von Liebe empfindet Werther eigentlich für Lotte? In der Inszenierung von Jacqueline Reddington wird Werthers Ego untersucht, das, von Lotte verletzt, die große Geste fordert: die Inszenierung seines Leids. Dafür entwirft die Regisseurin mit ihrem Team einen multimedialen Raum, in dem der junge Werther seinen Selbstmord probt. Ensemblemitglied László Branko Breiding spielt die berühmte Figur als energetisches Solo, das zwischen psychologischem Rollenspiel und direkter Ansprache changiert. Regie: Jacqueline Reddington Bühne & Kostüme: Louis Panizza Video: Leonard Schulz Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra Kunst und Vermittlung: Ronja Gerlach Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Stunde; keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das Lehrerzimmer
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Eine Diebstahlserie irritiert das soziale Gefüge einer Schule. Während Lehrerin Carla Nowak um Gerechtigkeit ringt, nehmen Verdächtigungen und Denunziantentum zu. İlker Çataks vielfach ausgezeichneter und für die Oscars nominierter Film kommt erstmals auf die Bühne. Die Mathe- und Sportlehrerin Carla Nowak ist neu an einem Gymnasium. Sie bemüht sich um eine verständnisvolle Kommunikation mit Schüler*innen und Eltern, engagiert sich für Transparenz, Toleranz und Gerechtigkeit. Das vom Schulalltag desillusionierte Kollegium ist von diesem Idealismus wenig beeindruckt. Den bisher unaufgeklärten Diebstählen an der Schule begegnet es mit einer »Null-Toleranz-Politik«. Die erscheint zunächst gerecht, führt aber beispielsweise dazu, dass der Schüler Ali vor versammelter Klasse ohne Beweis verdächtigt wird. Nach dieser für ihn und seine Eltern entwürdigenden Situation entschließt sich Carla Nowak, selbst zur Aufklärung beizutragen. İlker Çataks preisgekrönter Film ist eine Studie über Machtverhältnisse in der Gesellschaft und zeigt, wie Einzelne an verhärteten Fronten aufgerieben werden. Regisseur Adrian Figueroa stärkt in seiner Inszenierung die Perspektive der Schüler*innen. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen steht gemeinsam mit Schauspielenden aus dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim auf der Bühne. Regie: Adrian Figueroa Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Bettina Werner Licht: Robby Schumann Musik: Ketan Bhatti Choreografie: Kadir „Amigo“ Memiş Dramaturgie: Olivia Ebert Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Miss Sara Jevo
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo. Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag. Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern? Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Orlando« bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. »Miss Sara Jevo« stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte. Regie: Milo Čortanovački Bühne & Kostüm: Andrijana Trpković Licht: Ronny Bergmann Musik: Ágnes Peregi Dramaturgie: Mascha Luttmann Sprache: In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Kabale und Liebe
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Liebe, Intrigen und der Kampf um ein selbstbestimmtes Leben – Charlotte Sprengers Inszenierung erzählt von Macht und Ohnmacht in einer korrupten Welt. Frau Miller ist nervös. Ihre Tochter Luise ist letzte Nacht nicht nach Hause gekommen. Trifft sie sich wieder mit Ferdinand von Walter, dem Sohn des Präsidenten? Für die Liebe zwischen einem bürgerlichen Mädchen und einem adligen Sprössling ist hier keine Luft! Im Laufe nur eines Tages überstürzen sich die Ereignisse: Um seine Position zu sichern, zwingt Präsident von Walter seinen Sohn zu einer strategischen Heirat mit Lady Milford. Sekretär Wurm inszeniert eine perfide mediale Intrige, um Ferdinands und Luises Liebe zu brechen. Ferdinand verliert zunehmend die Kontrolle, Luise bleibt widerständig. Währenddessen hat sich Frau von Kalb längst in ihrer abgeklärten Dekadenz eingerichtet und die Lady spielt ihre eigenen Spiele. Diese korrupte, patriarchale Gesellschaft, in der Freiheit nur für die Mächtigen vorgesehen ist, kennt nur Beteiligung, Unterwerfung oder Flucht! 1782 flüchtet der 23-jährige Schiller vor Schreibverbot und drohender Festungshaft aus dem württembergischen Reich ins Mannheimer Exil. Noch unterwegs entsteht die erste Skizze für »Kabale und Liebe« –ein leidenschaftliches Zeugnis seiner Kritik an den Autoritäten im Staat, in der Familie und in der Liebe. Er studiert die Mechanik emotionaler Gewalt, treibt seine Figuren an die äußersten Extreme der menschlichen Existenz: Verrat, Mord, Suizid. Schillers Patriarchen und Schurken, Liebende und Befreiungssüchtige drängen in Charlotte Sprengers Inszenierung auf eine exponierte Bühne und vor eine immer anwesende Kamera. Live-Film und Bühne sind Schauplatz und Instrument der Macht, ergeben einen überzeitlichen, hypermedialen Raum. Die Figuren sind Teil dieses Systems – Wie positionieren sie sich? Wo liegt ihr eigener Spielraum? Sind Emanzipation und Befreiung überhaupt möglich? Regie: Charlotte Sprenger Video: Max Schlehuber Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović Licht: Damian Chmielarz Musik: Jonas Landerschier Dramaturgie: Olivia Ebert Kunst & Vermittlung: Jeremy Heiß Sprache: In deutscher Sprache Alter: ab 15 Jahren Dauer: 2 Std 10 Min Altersempfehlung ab Klasse 10. Das Stück thematisiert Femizid und Suizid. Einzelne Szenen enthalten Nacktheit. Zu dieser Produktion bieten wir Einführungs- und Nachbereitungsworkshops für Schulklassen und Gruppen an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Ricarda Mager (E-Mail: ricarda.mager@mannheim.de) Die Schulvorstellungen am Mi, 4. März und Do, 11. Juni (jeweils 10.00 Uhr) werden mit einer Pause nach 60 Minuten gespielt. Gesamtdauer: 2 Stunden 30 Minuten.
Aufführungen
| Tanz