Aufführungen / Oper
Nationaltheater Mannheim
Mannheim, Mozartstr. 9
- Premiere: Édith Piaf - eine Hommage
- Bilder einer Ausstellung
- 1. Sitzkissenkonzert mit dem Ostara-Streichquartett
- Die Winterreise
- Die Csárdásfürstin
- Prächtige Vergangenheit, vielversprechende Zukunft: Deutsche Synagogalmusik
- Café Concert
- Doppelgänger
- Lucrezia Borgia

- Der Barbier von Sevilla
- Alice im Wunderland
- Das Nationaltheater Mannheim ist eines der größten und ältesten kommunalen Repertoiretheater Deutschlands.
Aufführungen / Theater
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Ludwigshafen, Berliner Str. 30
- Heute: Peter Pan (6+)
- Witch Hunting
- Achtsam morden
- Die tote Stadt
- Wort & Wein
- Und wenn wir alle zusammenziehen?
- Ballet BC Vancouver
- Ben Barritt
- Das Kaffeehaus
- Mutig, mutig (3+)
- Delay the Sadness
- Der satanarchäololügenialkohöllische Wunschpunsch (6+)
- Jesus Christ Superstar
- Moby Dick
- Sonst Schoko (6+)
- Grupo Corpo
- Es ist nur eine Phase, Hase
- La Bohème
- On the Move
- Typen (12+)
- Momo
- Robert John Hope
- Paris Opera Junior Ballet
- Maß für Maß
- Tableau
- Pasta Diva
- Troja (9+)
- Werther (Love & Death)
- Maldonne
- Hair
- Café Concert: Magical Mystery Tour
- Petite Messe Solennelle
- Coppélia
- Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin (6+)
- Stolz und Vorurteil* (*oder so)
- Don Giovanni
- Lacrima
- Requiem(s)
- [Superstrat[
- Alles Liebe, Linda
- Exposure
- Blind
- Hochklassige nationale und internationale Gastspiele in den Sparten Schauspiel, Tanz und Musiktheater.
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Oper
Lucrezia Borgia
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Mythos oder Menschlichkeit: War Lucrezia Borgia wirklich eine Femme fatale – oder doch eine tragische Mutterfigur? Donizetti bricht mit der traditionellen Opera seria und erschafft ein psychologisch nuanciertes Porträt einer Frau, gefangen zwischen Macht, Schuld und Sehnsucht. Eine Giftmischerin, Mörderin, Femme fatale, Intrigantin und Lügnerin, Tochter und Konkubine des Papstes und Geliebte ihres Bruders. Diese sagenhaften Zuschreibungen hat Lucrezia ihrem Nachnamen zu verdanken, denn die Borgias waren eine der wohl einflussreichsten und aus diesem Grund meistgehassten Familien der Renaissance – die erste Mafia des Vatikans. Bleibt da überhaupt Platz für die Vermutung, dass Lucrezia Borgia in Wirklichkeit eine zutiefst unglückliche Frau und eine leidenschaftlich liebende Mutter gewesen sein könnte? Gaetano Donizetti nähert sich der Titelfigur seiner Oper mit psychologischer Präzision und erschafft eine der schönsten und facettenreichsten Belcanto-Rollen für Koloratursopran. Als dramatische Vorlage diente das gleichnamige Schauspiel von Victor Hugo, in dem Lucrezia Borgia zur unfreiwilligen Mörderin ihres eigenen Sohnes wird. Regisseurin Rahel Thiel (»Eugen Onegin«, »The Lighthouse«) erzählt in ihrer Mannheimer Inszenierung die Geschichte einer Alleingängerin in einer Männerwelt, die sich dem Verhängnis ihres Namens widersetzen will. Regie: Rahel Thiel Bühnenbild: Fabian Wendling Kostüm: Rebekka Dornhege Reyes Licht: Florian Arnholdt Chordirektor: Alistair Lilley Dramaturgie: Eszter Orbán In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 Std 40 Min, inkl. einer Pause Die Produktion wird von 23.12.2025 bis 22.06.2026 auf der internationalen Streaming-Plattform OperaVision übertragen. Streaming mit freundlicher Unterstützung von OperaVision und Opera Europa Next Generation, kofinanziert von der Europäischen Union. Das Streaming wird präsentiert von der BW Bank.
Aufführungen
| Schauspiel
Es sagt, es liebt uns
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Uraufführung: 31.1.2026 / Auftragswerk KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System. Als stets verfügbare Lebenshilfe bestellt, entwickelt sie einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie und die Welt. Eine emotionale Erzählung digitaler Transformation von Hausautor Emre Akal. Die Welt hat sich gedreht. Die Digitalisierung ist vorangeschritten. Erich K. ist im Sessel sitzen geblieben, blickt skeptisch auf ein Draußen, das er nicht mehr versteht und vermisst seine verstorbene Frau. In dieser Situation betritt eine Modular-Organische-Neuro-Intelligenz, kurz MO-NI, die Szene. Zur Entlastung seiner Tochter soll sie liegen gebliebene Care-Arbeit erledigen - mit Daten der verstorbenen Mutter und Ehefrau gefüttert. Fremd blickt der Vater auf »das Ding«. Fremd blickt MO-NI zurück auf die Gepflogenheiten der Humanoiden. Im Spiegel dieser Blicke entwickelt Emre Akal eine Geschichte zwischen Sci-Fi und Familiendrama, zwischen absurder Komik und Melancholie, die Grundannahmen menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Denn in Folge unvorhergesehener Abweichungen vom definierten Systemablauf verlangt MO-NI mit der Zeit mehr als nur dienendes Assistieren. Sie »will auch jemand sein« und konfrontiert die überforderte Kleinfamilie mit Fragen zu familiären Klischees, mit einem Bedürfnis nach echter Zugehörigkeit und eigenen Wünschen. Als Hausautor der Spielzeit 2025.26 hat Emre Akal das Auftragswerk »Es sagt, es liebt uns« für das Nationaltheater Mannheim entwickelt. Der Regisseur und Dramatiker wurde für seine Stücke bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem exil-Dramatiker*innenpreis der WIENER WORTSTAETTEN und dem Förderpreis für Theater der Stadt München und den Bayerischen Kunstpreis für Literatur. Der Aufenthalt von Emre Akal als Hausautor in der Spielzeit 2025.26 wird ermöglicht durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V. Regie: Dennis Duszczak Bühne: Thilo Ullrich Kostüm: Frederike Marsha Coors Musik: Jan Preißler Produktionsdramaturgie: Franziska Betz In deutscher Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
Hamlet
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Premiere: 30.1.2026 Intrigen, Überwachung, rauschende Feste und mittendrin ein junger Mann, der sich nach Zugehörigkeit sehnt: Mit dem Rache-Drama »Hamlet« stellt Regisseur Nuran David Calis Fragen nach Identität, Beziehungen und Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Trauer um den Vater ist noch frisch, als Hamlet erfährt, dass sein Onkel Claudius seine Mutter ehelichen und auch die Krone im dänischen Königreich übernehmen wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius’ Schuld zu beweisen – doch was dann? Selbst den Thron besteigen? Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Bekannt für seine Klassiker-Bearbeitungen widmet sich Nuran David Calis der Auseinandersetzung zwischen der jungen und älteren Generation: Zwischen den unzähligen Anforderungen, die Gesellschaft und Elternhaus an junge Menschen stellen, ergeben sich Sinn-Fragen, Widersprüche und Identitätskämpfe. Wo lassen sich Zutrauen, Sicherheit und Heimat finden? Regie & Video: Nuran David Calis Bühne: Irina Schicketanz Kostüm: Anna Sünkel Licht: Robby Schumann Musik: Vivan Bhatti Dramaturgie: Annabelle Leschke In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Übertiteln auf Arabisch oder Farsi
Aufführungen
| Schauspiel
Die Erweiterung
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Ein vereintes Europa und die Europäische Union sind großartige Ideen. Aber wie aktuell sind sie? Was wird aus den Menschen, die ein gemeinsames Europa aufbauen wollen? Und wie ist das möglich, wenn sie sich kaum darauf einigen können, wie diese EU aussehen soll? Albanien möchte der Europäischen Union beitreten. Dieser Wunsch löst in Robert Menasses Roman »Die Erweiterung« Konflikte zwischen Politikern und Beamten, Blutsbrüdern und sogar Liebespaaren aus. Als der Helm des albanischen Nationalhelden Skanderbeg aus einem Wiener Museum gestohlen wird, beginnt eine groteske Jagd nach dem symbolträchtigen Erinnerungsstück. Diese gipfelt in einem Showdown auf einer irrwitzigen Kreuzfahrt, auf der sich sämtliche Regierungschef*innen und Vertreter*innen der EU treffen. Von allen begehrt, hält der goldene Helm des Skanderbeg die epischen Figuren- und Erzählstränge des Romans zusammen. Während die Menschen auf dem »europäischen Dampfer« der Dekadenz frönen, steuert dessen Bug auf die Wirklichkeit zu. Wie wirkt sich das auf die Biografien, Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen der Menschen aus? Wie wird sich das europäische Projekt weiterentwickeln? Inspiriert von Fellinis Film »Schiff der Träume« adaptiert Anna-Elisabeth Frick Menasses Bestseller, der 2023 den europäischen Buchpreis gewann, für die Bühne. Regie: Anna-Elisabeth Frick Bühne: Martha-Marie Pinsker Kostüm: Sophie Lichtenberg Licht: Wolfgang Schüle Musik: Hannes Strobl Choreografie: Ted Stoffer Dramaturgie: Annabelle Leschke In deutscher Sprache Dauer 1 Std. 40 Min.
Aufführungen
| Schauspiel
Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Beneidenswert ist, wer einen erfüllenden Job hat, eine Beziehung führt, Wohlstand anhäuft, einen schönen Körper hat ... Den Figuren in Sibylle Bergs Roman fehlt all das leider. Sie sind müde vom Leben, genervt von der Ehe und vom Chef sowieso. Also nehmen sie alle auf die ein oder andere Weise Reißaus, kehren dem Alltag den Rücken und beginnen eine verzweifelte Suche: nach der großen (neuen) Liebe, nach Begehren und Freiheit. Nach dem, was nach Glück riecht, während das eigene Leben erdrückt wird von der Langeweile und dem eigenen Selbstmitleid. »Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« war Sibylle Bergs erster Roman. Er erschien 1997 im Reclam Verlag Leipzig, nachdem erst 50 andere Verlage abgesagt hatten, und wurde ein großer Erfolg. Sibylle Berg ist heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autor*innen. Sie schreibt Theaterstücke, Romane und Reportagen, hat eine eigene Kolumne auf Spiegel Online und erstellte 2018 mit anderen Autorinnen einen Kanon weiblicher Literatur. Auch vierundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung trifft ihre präzise Beobachtung des selbstgemachten Leidens an einer privilegierten Welt. Regisseur Lukas Leon Krüger stellt in seiner Bühnenfassung vier Figuren des Romans in den Vordergrund – Nora, Vera, Helge und Tom treffen schicksalhaft aufeinander, um wieder glücklich zu sein ... und zu sterben? Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben. Inszenierung: Lukas Leon Krüger Bühne: Nora Müller Kostüme: Davide Raiola Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Lena Wontorra In deutscher Sprache Dauer: ca. 1 h 30 Min; keine Pause Hinweise: - Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. - Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.
Aufführungen
| Schauspiel
Die Schattenpräsidentinnen
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
von Selina Fillinger aus dem Englischen von Nico Rabenald Eine gefeierte Broadway-Komödie über die Frauen, die das Oval Office am Laufen halten, während sie den großen Idioten babysitten, der das Präsidentenamt bekleidet – und über die Frage, warum sie das tun und wie lange noch Das Weiße Haus: vielleicht nicht genau die gegenwärtige US-Regierung – aber in weiten Teilen die vorherige, kombiniert mit Angstträumen von der nächsten. Die Autorin Selina Fillinger interessiert sich allerdings weniger für den (inkompetenten) Präsidenten als vielmehr für seine hyperkompetenten Ermöglicherinnen: die Stabschefin, die Pressesekretärin, seine persönliche Sekretärin, sein Flirt, seine Schwester, eine Journalistin und die First Lady. Bereits um 9 Uhr morgens ist der Präsident in katastrophaler Weise vom Kurs abgekommen, nachdem er bei seinem ersten Auftritt die First Lady mit einem Wort angesprochen hat, das eigentlich unaussprechlich sein sollte und hier auf keinen Fall gedruckt werden kann. Das Königreich Bahrain reagiert brüskiert, die folgende Besprechung eines nuklearen Nichtangriffspakts droht sich zu einer atomaren Krise auszuwachsen, der Irrsinn regiert… Gewidmet hat die erfolgreiche US-amerikanische Dramatikerin Selina Fillinger ihr Stück »jeder Frau, die sich jemals als Nebenrolle in einer männlichen Farce wiedergefunden hat« – und sorgt mit sieben brillanten weiblichen Rollen für Änderung. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüm: Annika Lu Licht: Robby Schumann Dramaturgie: Olivia Ebert In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 45 Min Hinweis: Der Stücktext beinhaltet vulgäre Sprache.
Aufführungen
| Schauspiel
Endspiel (Fin de Partie)
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
In einer Welt nach der Katastrophe spielen vier verlorene Clowns ein tragikomisches Endspiel. Nur scheint niemand die Spielregeln zu kennen und das Ende will einfach nicht in Sicht kommen. Da bleibt nur: Weiterspielen. Jonas Mangler inszeniert den absurden Klassiker mit viel Empathie für Becketts Figuren und feinem Gespür für dessen düsteren Humor. Alles zum Stillstand gekommen – die Zeit, die Hoffnung, die Bewegung. Nur Hamm, der vermeintlich blinde Herrscher, und sein Begleiter Clov bleiben zurück. Der eine kann nicht stehen, der andere nicht sitzen. In ihrer gegenseitigen Abhängigkeit kreisen sie endlos umeinander, gefangen zwischen absurden Routinen, Verzweiflung und Ausbruchsversuch. Und dann sind da noch die Eltern Hamms, die nach Brei und Aufmerksamkeit schreien. So oft Clov verkündet, sie alle zu verlassen, so oft kehrt er doch zurück – angetrieben wovon? »Mitleid«, vermutet Hamm. Oder Angst. Oder sogar Liebe für die gescheiterte Vaterfigur? Der Literatur-Nobelpreisträger Beckett schrieb sein ebenso existenzielles wie komödiantisches Stück Mitte der 1950er Jahre im Angesicht einer zerrütteten Gegenwart und ungewissen Zukunft. Seine absurden Clowns sind halb postapokalyptische Farce, halb Sozialstudie menschlicher Machtspiele und Abhängigkeiten. Immer auf der Suche nach Sinn in einer Welt, die längst aufgehört hat, Antworten zu geben. Regie: Jonas Mangler Bühne & Kostüm: Lea Stöcker Licht: Ronny Bergmann Mitarbeit Musik: Christopher Müller Dramaturgie: Mascha Luttmann In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 15 Min, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Faust
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
in einer Bearbeitung von Daniel Cremer und Mascha Luttmann Übersetzung in Leichte Sprache: Daniel Cremer und Tina Lackner Goethes »Faust« in Leichter Sprache! Mit einer Übersetzung in Leichte Sprache wird die Tragödie über die Suche nach Erkenntnis für alle zugänglich erzählt. Im spielerischen Umgang mit der barrierearmen Sprachform entsteht ein unmittelbarer Zugriff auf den bekannten Klassiker: die Wette zwischen Gut und Böse, das Leiden des Intellektuellen an der Frage nach dem Sinn und die kontroverse Beziehung zur jungen Margarete. Doch auch Goethes Verse sind immer wieder zu hören. Faust ist ein Theater∙stück. Das Theater∙stück ist von Goethe. Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück. In dem Theater∙stück geht es um Faust. Faust ist ein Mann. Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt. Jetzt ist er alt und denkt: Ich habe nichts erlebt. Mir macht nichts mehr Spaß. Dann trifft Faust den Teufel. Der Teufel sagt zu Faust: Du kannst viele Abenteuer erleben. Dafür musst du mir deine Seele geben. Faust sagt zum Teufel: Ja ich stimme zu. Eine Hexe gibt Faust einen Zauber∙trank. Der Zauber∙trank macht Faust 30 Jahre jünger. Faust will immer mehr: • Mehr Spaß • Mehr Geld • Mehr über die Welt wissen. Er hetzt von Abenteuer zu Abenteuer. Er ist nie zufrieden. Dann trifft er Gretchen. In deutscher Sprache Dauer 2 Std 15 Min, inkl. einer Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Kabale und Liebe
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Die Musikertochter Luise und Ferdinand, der Sohn eines hohen Ministers, sind voller Zuneigung und Leidenschaft füreinander. Sie wollen den Konventionen, den Eltern und dem Herzog entfliehen. Sie träumen von einer unwahrscheinlichen Zukunft, die noch entworfen werden müsste: »Dann, wenn die Schranken des Unterschieds einstürzen – wenn von uns abspringen all die verhaßten Hülsen des Standes – Menschen nur Menschen sind –.« Doch sobald ihre Liebe öffentlich wird, lässt sie sich nicht mehr gegen den Druck von außen verteidigen. Luise und Ferdinand kämpfen gegen eine toxische Intrige, die in die Katastrophe führt. Liebe, Eifersucht, Intrigen. Aufbegehren gegen die Herrschenden, die eigenen Eltern, die patriarchale Gesellschaft. Wie kaum ein anderes literarisches Werk ist Schillers »Kabale und Liebe« ein leidenschaftliches Zeugnis des Protests der Jungen gegen die Alten. Es erzählt von den notwendigen Kämpfen für selbstbestimme Lebensentwürfe. Regisseurin Charlotte Sprenger befragt in ihrer musikalischen und spielerischen Inszenierung heutige Klassen- und Herrschaftsverhältnisse. Insider-Info: Schiller ließ sich von vielen Vorbildern und Quellen für sein »bürgerliches Trauerspiel« inspirieren: Von Shakespeares »Romeo und Julia« über Lessings »Emilia Galotti«, bis zu bekannten Mannheimer Orten wie den Planken und dem Paradeplatz. Am Nationaltheater Mannheim erhielt er als Hausautor Zuflucht vor den repressiven Verhältnissen im Württembergischen Reich. Regie: Charlotte Sprenger Video: Max Schlehuber Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović Licht: Damian Chmielarz Musik: Jonas Landerschier Dramaturgie: Olivia Ebert Kunst & Vermittlung: Jeremy Heiß In deutscher Sprache Alter ab 15 Jahren Dauer 2 Std 10 Min
Aufführungen
| Schauspiel
Slippery Slope
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
unter Mitarbeit von Riah May Knight und Itai Reicher aus dem Englischen von Irina Szodruch »Cancel-Culture«, »Political Correctness«, »alte weiße Männer«. Das hochunterhaltsame Satire-Musical von Yael Ronen und Shlomi Shaban nimmt sich bissig eine der großen Fragen unserer Zeit vor: Wer darf hier eigentlich noch was sagen? Der ehemals berühmte Musiker Gustav Gundesson plant sein Comeback, nachdem er wegen Machtmissbrauchs »gecancelt« wurde. Gar nicht so leicht, denn fast alle seine Songs fallen für ein Comeback-Konzert wegen kultureller Aneignung durch. Dabei haben die Fans früher Songs wie den Beduinen-Hit »Eye of the Camel« begeistert mitgesungen. Gustav hatte doch alles nur gut gemeint, wollte seine Ehe mit Klara und seine Geliebte Sky vor den Fängen der Musikindustrie retten. Während jedoch Sky ihre Solokarriere auf Social Media vorantreibt und die erfolgreiche Chefredakteurin Klara die Mid-Life-Crisis ihres Mannes belächelt, wittert Klaras Angestellte, die Journalistin Stanka, ihre nächste große Enthüllung. Mit viel Witz und Scharfsinn schickt »Slippery Slope« seine Figuren auf das dünne Eis der aktuellen Debattenkultur. Wer hat hier nochmal wen ausgenutzt? Oder viel wichtiger: Wer verkauft seine Geschichte am besten? Die satirische Revue über den Wunsch nach einfachen Wahrheiten wurde 2022 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und kommt jetzt ins Alte Kino Franklin. Regie: Anaïs Durand-Mauptit Bühne & Kostüm: Hilke Fomferra Musikalische Leitung: Sophia Günst Songwriting und Komposition: Shalom Shaban Komposition und Arrangements: Yaniv Fridel/Ofer Shabi Licht: Wolfgang Schüle Choreografie: Emma Kate Tilson Dramaturgie: Franziska Betz In deutscher Sprache | an ausgewählten Terminen mit deutschsprachiger Live-Audiodeskription, mit vorheriger Bühnentastführung
Aufführungen
| Schauspiel
Miss Sara Jevo
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo. Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag. Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern? Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Orlando« bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. »Miss Sara Jevo« stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte. Regie: Milo Čortanovački Bühne & Kostüm: Andrijana Trpković Licht: Ronny Bergmann Musik: Ágnes Peregi Dramaturgie: Mascha Luttmann Dauer 1 Std 15 Min ohne Pause Sprache In deutscher Sprache
Aufführungen
| Oper
Der Barbier von Sevilla
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Er steckt voller Ohrwürmer, treibender Rhythmen und geradezu berauschender Vokalartistik: Im Mittelpunkt von Maren Schäfers Inszenierung von »Der Barbier von Sevilla« steht Rosina, die sich aus ihrer Gefangenschaft befreit und beginnt, ihr eigenes Leben zu leben. Angeregt durch Charaktere und Typen der italienischen Komödie, lässt Ernesto Lucas HO Rossinis Sevilla in handgezeichneten Animationen lebendig werden. Nähere Informationen zur Neuinszenierung und zum Konzept der »White Wall Oper« erhalten Sie auf dem Alphabet-Blog (www.alphabet-oper.de/). Zu dieser Produktion bieten wir Einführungs- und Nachbereitungsworkshops an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Oliver Riedmüller (E-Mail: oliver.riedmueller@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488). Dauer 1 Std 30 Min, keine Pause Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und türkischen Übertiteln
Aufführungen
| Oper
Édith Piaf - eine Hommage
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Premiere: 15.1.2026 Von der Straßensängerin zum Weltstar: Das Schicksal schien es zunächst nicht gut zu meinen mit Édith Giovanna Gassion, die in ärmlichsten Verhältnissen aufwuchs, bedroht von Hunger, Gewalt und dem Alkoholismus des Vaters. Mit 15 Jahren verlässt sie ihn, um zusammen mit einer Freundin als Straßensängerin nach Paris zu gehen. Schon bald wird sie entdeckt, Auftritte in Kabaretts folgen. Ihre geringe Körpergröße – 1, 47 Meter – trug ihr den Spitznamen »la môme piaf«, Spatzenmädchen, ein. Plattenaufnahmen schließen sich an, in den späten 1930er-Jahren gelingt schließlich der große Durchbruch. Édith Piafs bewegtes Leben, ihre jahrzehntelange Freundschaft mit Marlene Dietrich, ihre zu tiefst berührende Musik – Stoff genug für Marie-Belle Sandis und Lorenzo Di Toro, die im Treffpunkt OPAL-Foyer zur Hommage an die große Künstlerin laden. Mit: Marie-Belle Sandis Klavier: Lorenzo Di Toro Szenische Einrichtung: Claudia Plaßwich
Aufführungen
| Tanz
Christmas Rhapsody
Nationaltheater Mannheim - Oper / Tanz / Konzert
Längst hat sich das NTM Tanzhaus als Ort der Begegnung etabliert. In keiner anderen Spielstätte kommen sich Publikum und Ensemble so nah wie hier. Diese ungezwungene Atmosphäre wird in der Vorweihnachtszeit mit einer getanzten »Christmas Rhapsody« zelebriert. Seine Inspiration schöpft der Tanzabend einerseits aus der Musik. Miniaturen des serbischen Komponisten Miljan Milic, spielerisch und abwechslungsreich in ihren Themen, bestimmen die Klanglandschaft des Abends. Zu diesen kurzen, von folkloristischen Melodien geprägten Stücken reihen sich im Tanz – ganz im Sinne des Rhapsodischen – flüchtige Szenen aneinander. Momente voller Leichtigkeit und Leidenschaft, die immer neu verblüffen und die Tänzerinnen und Tänzer in einen Dialog mit dem Publikum verweben. Anderseits inspiriert das außergewöhnliche Miteinander im Tanzhaus diese Produktion. Noch möchten wir nicht alles verraten. Nur soviel: Die »Christmas Rhapsody« spiegelt choreografisch diese einzigartige Vertrautheit und lässt ein neues künstlerisches Format entstehen: Ein in mehrfacher Hinsicht bewegendes Gemeinschaftserlebnis mit anregenden Begegnungen und berührenden Momenten. Ein Abend im Zeichen von Weihnachten als dem Fest der Liebe und Freundschaft. Lassen Sie sich überraschen, inspirieren und anlocken! ohne Sprache
Aufführungen
| Schauspiel
DRUCK!
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Hassans Bruder sitzt in Haft. Die Schwester der beiden mahnt Hassan, sich aus der Angelegenheit rauszuhalten und sich den gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen. Doch Hassan ist auf der Suche nach Gerechtigkeit – für seinen Bruder und für sich selbst. »In meiner Stadt / Wirst du etwas / Oder aber fällst / Aus dem sechsten Stock.« – Für Hassans Geschwister ist das die Realität. Sein Bruder dealt und wird erwischt, während die Schwester Shirin sich nur um ihren Einserschnitt und das BWL-Studium zu kümmern scheint. Aber was ist mit Hassan? Statt mit dem Medizinstudium verbringt er seine Zeit mit den Freunden Omar, Murat und Freddie im Wiener Vogelweidpark und raucht Sportzigaretten. Doch auch er muss sich entscheiden: Ärger aus dem Weg gehen und endlich das Studium abschließen, wie die Familie es sich wünscht, oder gegen ein System aufbegehren, das ihn unter Generalverdacht stellt und seinem Bruder die Zukunftschancen nimmt. Als dann dem Bruder auch noch eine überhöhte Strafe droht, setzt Hassan alles daran, ihn zu verteidigen. Bei einer Demo entlädt sich der Druck, den die Freunde schon so lange spüren. Mit »DRUCK!« gelingt Arad Dabiri eine differenzierte und politische Betrachtung unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Mit treibendem Rhythmus und in schnellen, ehrlichen Dialogen spitzt er Fragen nach Herkunft, Verantwortung und Freiheit zu. Regie: Ayşe Güvendiren Bühne: Theresa Scheitzenhammer Kostüm: Oktavia Herbst Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Franziska Betz In deutscher Sprache Dauer: 1 Std 35 Min
Aufführungen
| Schauspiel
Die Dreigroschenoper
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Glamour, Glanz und düstere Sündenstimmung à la »Babylon Berlin«: Bertolt Brechts »Die Dreigroschenoper« wurde zu einem der erfolgreichsten Stücke des 20. Jahrhunderts – unter anderem dank der enormen Popularität von Kurt Weills Liedern wie der »Moritat von Mackie Messer«. Seit ihrer Uraufführung 1928 gilt sie als wegweisende Verschmelzung von Schauspiel und Musiktheater, von Kapitalismuskritik und Gangsterromanze: Der Bettlerkönig Jonathan Peachum betreibt ein moralfreies Franchise-Unternehmen der besonderen Art, das aus der Not der Armen ein Geschäft mit dem Mitleid der Reichen macht. Doch die in Rotlicht getauchte Londoner Unterwelt ist hart umkämpft: Als sich seine Tochter Polly ausgerechnet mit dem Obergangster Macheath, genannt Mackie Messer, verlobt, sieht Peachum sein Imperium bedroht und liefert den zukünftigen Schwiegersohn an die Polizei aus – die ebenfalls ganz eigene Moralvorstellungen hat. Hausregisseur Christian Weise und Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters nehmen uns mit in Bertolt Brechts Haifischbecken der wilden Zwanziger. Regie: Christian Weise Bühne & Kostüme: Joki Tewes/Jana Findeklee Licht: Robby Schumann Musik: Jens Dohle Choreografie: Alan Barnes Dramaturgie: Franziska Betz Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach Dauer: 2 Std 45 Min, inkl. einer Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Schräge Vögel
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Mit Athens Demokratie steht es nicht zum Besten: Betrug und Misswirtschaft allerorten. Nein, das ist kein Leben, entscheiden zwei seiner (allerdings nicht weniger korrupten) Bürger. Sie machen sich auf zu einem besseren Ort, den sie sich im Reich der Vögel imaginieren und landen in einem bizarren Wolkenkuckucksheim unserer Gegenwart. Mit leichter Hand kombiniert die junge Regisseurin Melanie Schmidt zwei gefiederte Komödien - »Die Vögel« von Aristophanes und »Bookpink« von Caren Jeß - zu einem bunten Panoptikum über den leidigen Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Geschichte spielt im Reich der Vögel, welche aber unschwer als menschliche Typen der Jetztzeit zu erkennen sind: Eine esoterische Pute, die andere schuften lässt für’s Eigenheim aus Edelstein, ein auf die schiefe Bahn geratener Dreckspfau, der von eleganten Federn träumt, zwei rebellische Flamingos, die den Ausbruch aus ihrem Käfig planen und eine weiße Taube, die sich auf einem vermüllten Campingplatz hausend nach einem barocken Leben voller Musik und Schönheit sehnt. Mit musikalischer Unterstützung von Jeremy Heiß entsteht eine szenisch-musikalische Revue über menschliche Abgründe im Federkleid. Regie: Melanie Schmidt Bühne & Kostüm: Oktavia Herbst Licht: Ronny Bergmann Musikalische Leitung: Jeremy Heiß Dramaturgie: Franziska Betz Dauer 1 Std 15 Min
Aufführungen
| Schauspiel
Ins kalte Wasser
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Kein Kindsmord, kein Chor – nur Medea. Allein auf der Bühne, als Showact ihrer eigenen Geschichte. Sie erzählt von unterdrückter Wut, von Girlhood, von Komplizinnenschaft – und vom Betrügen und Betrogen werden. »Medeacore« ist eine performative Auseinandersetzung mit der berühmtesten Frauengestalt der Antike und zugleich eine Annäherung an das, was weibliche Wut heute bedeutet. Zwischen Popkultur und Tragödie, Yellow Press und der Argo entsteht ein intimes Solo über Selbstbehauptung und die Inszenierung des eigenen Schmerzes. Zusammen mit der Nachwuchsregisseurin Julia Gudi untersucht Ensemblemitglied Shirin Ali den antiken Mythos neu. Was bedeutet Rache? Was hat sie mit Liebe und Macht zu tun? Wie erzählt man Gewalt, ohne sie zu wiederholen? Kann Rache eine Form der Heilung sein? Und was hat die britische Prinzessin Diana mit Medea gemeinsam?
Aufführungen
| Schauspiel