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Wort & Wein: Der Weihnachtsmann
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Wie durch Zauberei gelangen am 24. Dezember unzählige Pakete unter deutsche Weihnachtsbäume. Schlaue Kinder wissen, dass diese nicht vom Paketboten geliefert wurden, sondern vom Christkind oder aber, je nach Brauch, vom Weihnachtsmann. Letzterem sagt man nach, seine Wurzeln lägen in der Pfalz. Oder auch, er sei der Werbebotschafter eines bekannten Erfrischungsgetränks. So viele Mythen sich um den stattlichen Mann ranken, so zeitlos ist sein Äußeres: Die rote Joppe mit weißem Pelzbesatz und dickem Gürtel, die schwarzen Stiefel, der lange weiße Bart. Darauf ist Verlass, ho ho ho! Und weil das Weihnachts-Spezial in diesem Jahr schon Mitte Dezember stattfindet, ist es uns gelungen, den prominenten Herrn für einen Auftritt bei Wort & Wein zu gewinnen. Im Glas schimmern dazu die köstlichen Tropfen des VDP-Weinguts Meßmer aus dem südpfälzischen Burrweiler. Moderation: Tilman Gersch Musik: Frank Rosenberger Konzept: Barbara Wendland In Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Ludwigshafen
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Carolin Emcke: Was zählt ein Mensch?
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Salon Populaire Gibt es Grenzen der Einfühlung in andere? Wozu verpflichtet uns die Erinnerung an die Geschichte? Gibt es Grenzen der Pflicht, im Namen der Menschenrechte zu sprechen? Oder darf nichts uns daran hindern, die anderen als Teil des universalen Wirs wahrzunehmen? Carolin Emcke stellte sich diese Fragen bereits vor dem 7. Oktober und Gaza. Aber seither sind sie noch dringlicher. Es geht letzlich um die existenzielle Frage: Was zählt ein Mensch? Seit über 20 Jahren reist Emcke nach Israel-Palästina. Zuletzt sprach sie dort mit Menschen aus Bee'ri oder Jenin, aus Tel Aviv oder Ramallah, um die toten Winkel der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten. In ihren Essays setzt sich Carolin Emcke mit Gewalt, Demokratie und Menschenrechten auseinander. Ihre Bücher wurden in über 15 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Carl-von-Ossietzky-Preis. An der Berliner Schaubühne kuratiert sie seit über 20 Jahren den ‚Streitraum‘. Ihr neues Buch, das im September erscheint, beschäftigt sich mit der Bedeutung eines radikalen Humanismus.
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Joschka Fischer: Wer sind wir?
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Salon Populaire Nach dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts ist es unübersehbar – die Welt durchläuft umstürzende geopolitische, technologische und wirtschaftliche Transformationen: die verschärfte Rivalität großer Weltmächte, die Revolution der künstlichen Intelligenz, der Aufstieg des globalen Südens. Was bedeutet das für das heutige Deutschland, für das Land in der Mitte Europas, immer noch die drittstärkste Industrienation weltweit, aufgrund seiner zerborstenen Geschichte aber postnational und als militärische Macht fast unsichtbar? Kann dies angesichts neuer militärischer Bedrohungen für Europa, angesichts des Rückzugs der USA als Garantiemacht und der Gefahr, technologisch und wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren, so bleiben? Das Geheimnis des Wiederaufstiegs Deutschlands nach 1945 war das Vertrauen, das die ehemaligen Kriegsgegner dem Land im Zentrum Europas entgegenbrachten. Der Grünen-Politiker und Ex-Außenminister Joschka Fischer zeigt in seinem neuen Buch, was es heute bedeutet, diesem Vertrauen weiterhin gerecht zu werden und sich zugleich mutig den völlig neuen Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zu stellen – militärisch, technologisch und politisch.
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| Treff
Bar-Abend im Alten Kino Franklin
Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Es gibt auf Franklin keinen Ort zum ausgelassenen Feiern, entspannten Plaudern oder Treffen mit Freund*innen auf ein Feierabend-Getränk? Für dieses Problem haben wir eine Lösung: Die Bar im Alten Kino Franklin öffnet einmal im Monat jenseits des Vorstellungsbetriebs. Es gibt Aperol Spritz, Bier, Wein, Limonade, Kaffee und vieles mehr. Speisen dürfen wie im Biergarten selbst mitgebracht werden. Alles kann, nichts muss. Herzlich willkommen!
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| Gespräch
Wort & Wein:
Wort & Wein:
Der Struwwelpeter
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Weingut Domdechant Werner (VDP), Hochheim am Main Ein Pfälzer ist der Erfinder des berühmten Struwwelpeter genau genommen nicht. Aber weil er einige Jahre in der Kurpfalz gelebt hat und dem Weingenuss recht zugetan war, findet er doch seinen Platz in unserer regionalen Reihe. Heinrich Hoffmann stammt aus Frankfurt und kam zum Studium der Medizin nach Heidelberg. Seine Verdienste sind zahlreich, er setzte wichtige Impulse im Fachgebiet der Jugendpsychiatrie und war nach 1848 auch politisch einflussreich. Und er schuf, unter Pseudonymen wie Heulalius von Heulenburg oder Reimerich Kinderlieb, ein umfangreiches literarisches Werk. Insgesamt also ist er eine facettenreiche Persönlichkeit, deren Wirken man gut und gern einen Wort & Wein-Abend widmen kann. Der Wein zum Wort ist ebenfalls hessischer Herkunft, zu Gast ist das VDP-Weingut Domdechant Werner aus Hochheim am Main. Moderation: Tilman Gersch Musik: Frank Rosenberger Konzept: Barbara Wendland In Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Ludwigshafen Einheitspreis: 22 € (inkl. 3 Weinproben)
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Ist der Westen am Ende?
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Salon Populaire Lange Zeit galt das transatlantische Bündnis als Garant für politische Stabilität, das westliche Europa als global einflussreich und wirtschaftlich prägend. Schon der Beginn des Ukraine-Krieges stellte dieses Selbstverständnis in Frage, seit dem zweiten Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten Donald Trump scheint Europas Vormachtstellung endgültig gebrochen. Die USA scheinen kein verlässlicher Partner mehr zu sein, neue Bündnisse und kriegerische Konflikte entstehen, Europa verliert zusehends an Handlungsspielraum. Die wachsende Macht populistischer Parteien und Politiker drohen die demokratischen Systeme unseres Kontinents zudem von innen auszuhöhlen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung sagte die Feministin und EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer im Februar 2025: „Eine moralisierende Ideologisierung und der Mangel an Realitätssinn haben Europa regelrecht verblendet, haben uns nicht nur ökonomisch schwer geschwächt, sondern auch strategisch.“ Europa und insbesondere die Ukraine betrachtet Schwarzer als Spielball im Machtkampf zwischen Amerika und Russland. Gemeinsam mit Sahra Wagenknecht veröffentlichte sie 2023 ihr „Manifest für den Frieden“, in dem sie den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz aufforderte, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen und Kompromisse zu suchen. Vor den EU-Wahlen im Juni 2024 erneuerte sie ihren Appell. Jana Simon spricht mit Alice Schwarzer über die Hintergründe für ihre Haltung, für die sie vehementen Widerspruch, aber auch Zustimmung erntete, über ihre Biografie und ihren Weg als Journalistin. Gemeinsam denken die beiden Journalistinnen darüber nach, wie aus der aktuellen Krise ein neues, gestärktes Europa entstehen kann. Alice Schwarzer ist Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift EMMA. Seit den 1970er Jahren engagiert sie sich für die Frauenbewegung, bis heute prägt sie den feministischen Diskurs entscheidend. Sie veröffentlichte seit 1971 bis heute 24 Bücher als Autorin und 23 Bücher als Herausgeberin. Unermüdlich setzt sie sich gegen Sexismus und Diskriminierung ein, nicht nur von Frauen. In der Zeitschrift EMMA, aber auch in zahlreichen Buchveröffentlichungen äußert sie sich u. a. zu den Themen Pornographie, religiöser Fundamentalismus, sexuelle Gewalt und Geschlechterdifferenzen. Sie erhielt zahlreiche Preise, u.a. 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Einheitspreis 17 € / ermäßigt 10 €
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| Diskussion
Thema Musik Live:
Thema Musik Live:
Machtstrukturen im Musikbetrieb
SWR Donaueschinger Musiktage
Lydia Grün, Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München Merle Krafeld, Redakteurin Johann Jahn, Moderation Martina Seeber, Moderation Sarah Saviet, Violine Seit Beginn der #metoo-Bewegung werden im klassischen und zeitgenössischen Musikbetrieb immer wieder Fälle von Machtmissbrauch in verschiedenen Formen und häufig sexualisierter Natur aufgedeckt. Dabei träumten manche von neuer Musik als Utopie eines egalitären, machtfreien Raums. Die Podiumsrunde wird diskutieren, welche Strukturen Machtmissbrauch ermöglichen und welche Veränderungen notwendig sind, u. a. mit der Journalistin Merle Krafeld, Redakteurin des Magazins van, die zu Machtmissbrauch im Musiksektor recherchiert hat, und Lydia Grün, Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München, die sich intensiv mit der Frage beschäftigt hat, wie sich große Institutionen verändern können, um sichere Lern- und Arbeitsbedingungen zu bieten. Since the beginning of the #metoo movement, cases of abuse of power in various forms, and often of a sexualised nature, have been repeatedly uncovered in the classical and contemporary music world. And yet, some may have wished to see new music as a utopia of an egalitarian, power-free space. This panel will discuss which structures enable the abuse of power and what changes are necessary. The panelists include Merle Krafeld, editor of the magazine van, who has conducted numerous investigations into harassment in the music sector, and Lydia Grün, President of the Hochschule für Musik und Theater München, who has worked intensively on the question of how large institutions can change in order to offer safe learning and working conditions.
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