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Burg Forchtenstein

Burg Forchtenstein ist als eines der bedeutendsten Wahrzeichen des Burgenlandes auf den Ausläufern des Rosaliengebirges gelegen und dominiert den Blick von der Ebene in Richtung Westen.

Die Ursprünge der mächtigen Anlage reichen bis in die Jahre um 1300 zurück, als die Mattersdorfer Grafen nach der Schleifung ihrer Burg im heutigen Mattersburg eine neue Wehranlage hoch über dem Wulkatal errichteten. Im Bergfried, der die Anlage überragt und zum ältesten Mauerbestand der Burg zählt, ziert noch heute das Wappen der Mattersdorfer Grafen den Schlussstein des gotischen Gewölbes. Mitte des 15. Jahrhunderts starb das Geschlecht im Mannesstamm aus und die Burg kam für rund 170 Jahre in den Besitz der Habsburger, die sie an die Grafen von Weißpriach und Hardegg verpfändeten. In dieser Zeit erfuhr die Burg keine wesentlichen baulichen Veränderungen.

1622 erhielt Nikolaus Esterházy (1583-1645) von Kaiser Ferdinand II. die Herrschaften Forchtenstein und Eisenstadt für die Abtretung der Herrschaft Munkács im damaligen Nordostungarn an den Fürsten von Siebenbürgen, Gábor Bethlen, als Pfandbesitz. Bereits vier Jahre ging Burg Forchtenstein, verbunden mit dem Erbgrafentitel, in seinen erblichen Besitz über. In die Zeit Nikolaus’, der ab 1625 den Rang des Palatins (ungar. Vizekönig) bekleidete, fiel u.a. der Ausbau des Basteigürtels, die Errichtung der Küche, der Kapelle sowie neuer Wohnbereiche unter den Baumeistern Simone Retacco und Domenico Carlone.

Palatin Nikolaus’ Sohn, Paul I. (1635-1713) begann nach dem Aus- und Umbau des Eisenstädter Schlosses mit einer umfassenden Adaptierung der Festung über der Wulkaebene. Burg Forchtenstein erfuhr seine bedeutendste Erweiterung mit dem Ausbau des Hochschlosses in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Wandmalereien mit politisch-genealogischem Inhalt im Innenhof, dekorative und allegorische Wandmalereien in den Innenräumen, Eingangsportale mit religiösem Skulpturenschmuck, ein barockes Reiterstandbild, das den 1687 gefürsteten Paul I. zeigt sowie ein mehr als zwei Meter langes Krokodil waren die Zutaten, um Macht, Rang und politische Positionierung zu demonstrieren.

Mit dem Tod von Fürst Paul I. Esterházy 1713 änderte sich durch politische und militärhistorische Wandlungen der Zweck der Festung. Burg Forchtenstein diente nun als bewahrender Tresor für die Kostbarkeiten und Kuriositäten der Schatzkammer und als Depot der militärischen Ausrüstung. In den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts erfolgte unter dem fürstlichen Baumeister Ferdinand Mödlhammer die Anhebung und Erneuerung des Dachstuhls sowie eine Renovierung und Sanierung der Innenräume. Die Burg war weiterhin Sitz der Generalkassa und des Archivs und zählte seit dem Wiener Kongress zu den ersten Museen im Habsburgerreich. 1887 wurde die barocke Burgkapelle von Franz Storno im Geschmack des Historismus restauriert.

Im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert kam es zu keinen entscheidenden Um- oder Ausbauten, jedoch sehr wohl zur Instandsetzung und Instandhaltung der historischen Kellergewölbe zur zeitgemäßen Nutzung als Veranstaltungsräume, zur Schaffung eines Aussichtssteges und zur behutsamen Restaurierung der Mauersubstanz und des Dachbereiches.

Kontakt

Burg Forchtenstein
M.-Esterházy-Pl. 1
A-7212 Forchtenstein

Telefon: +43 2626 812 12
E-Mail: burg-forchtenstein@esterhazy.at

 

Öffnungszeiten - Burg Forchtenstein
April:
Mi-So/Feiertage: 10 bis 16 Uhr
Mo/Die ausschließlich im Rahmen einer Führung

Mai-September:
Täglich 10 bis 16 Uhr

Oktober:
Mi-So/Feiertage: 10 bis 16 Uhr
Mo/Die ausschließlich im Rahmen einer Führung

ab November:
Sa/So/Feiertag: Winterführung um 11 und 13 Uhr

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Ausstellung

Granaten, Fahnen, Grenadiere

Neben dem barocken Hochschloss gibt es in dem umfangreichen Zeughaus Gewehre aus der Zeit Napoleons sowie Kanonen und Mörser zu betrachten. Höhepunkte sind auch die serbische und die ungarische Krönungsfahne.

GRANATEN. Explosive Zeiten

Eng und loyal mit dem Hause Habsburg verbunden, leisteten die Mitglieder der Familie Esterházy ihren Beitrag an großen kriegerischen Auseinandersetzungen. Der Dreißigjährige Krieg oder Verteidigung gegen das Osmanische Reich brachten eine rasante Weiterentwicklung der Waffentechnik und Gerätschaft. Luntenschlossgewehre, Radschlosspistolen und –gewehre, Steinschlosskarabiner, Pläne für Kriegsmaschinen, wie einen historischen „Raketenwerfer“, aber vor allem die Entwicklung der auf Burg Forchtenstein in einzigartiger Fülle erhaltenen Glashandgranaten mit tückischer Wirkung, stellten hochmodere Erfindungen dieser turbulenten Zeit dar. Erstmals gezeigte Exponate der umfangreichen Sammlung in Verbindung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, beispielsweise über Produktion und Wirkung der Glashandgranaten, geben einen bemerkenswerten Einblick in diese Entwicklungsgeschichte.

Eindrucksvolle Zeitzeugen der Esterházy’schen Militärgeschichte stellen ebenfalls die ausgestellten Beutestücke aus der sogenannten „Preußenbeute“ – darunter Säbel, Karabiner, Füsiliermützen und Zelte, wie ein einzigartiges Offizierszelt aus Seide oder ein Mannschaftszelt, an welchem noch heute die sichtbarbaren Kampfspuren seiner blutigen Erbeutung erkennbar sind.

Anhand von spannenden außergewöhnlichen Einzelstücken aus den Napoleonischen Kriegen, die auf der Burg Forchtenstein über die Jahrhunderte erhalten blieben, wie ein unter gefährlichsten Umständen von Esterházy’schen Soldaten aus den Händen der Franzosen gerettetes Fahnenstück, meisterlich gefertigte Galanteriesäbel aus Silber oder eine Säbelscheide eines englischen Marineoffzierssäbel, welcher aus dem Besitz keines Geringerem als Lord Nelson stammen dürfte, veranschaulichen die bedeutende Rolle Esterházys in der europäischen Millitärgeschichte.

FAHNEN. Kostbare Symbole der Verbundenheit und Würdigung

Die erstmals ausgestellten originalen und einzig erhaltenen Krönungsfahnen Ungarns, Kroatiens und Serbiens zeugen von der bedeutenden politische Stellung Esterházys an der Seite der Habsburger – genossen doch die Fürsten Esterházy das Privileg diese anlässlich der ungarischen Königskrönungen als Zeichen der Verbundenheit und Würdigung der Kronländer zu führen. Aus edelsten Stoffen gefertigt, mit den Landeswappen und Symbolen, wie der ungarischen Stephanskrone, aufwendigst gemalt und bestickt haben die einzigartigen und kostbaren Krönungsfahnen die Geschichte überdauert.

Glasgranaten und Raketenwerfer

Militärgeschichte ist auch immer Waffengeschichte. So findet man in der Ausstellung etwa eine Bauskizze einer Kriegsmaschine, vergleichbar mit einem Raketenwerfer, die vom Hofschlosser Palatin Nikolaus Esterházy zu Beginn des 17. Jhdts angefertigt wurde.
Im Mittelpunkt des Schauraumes stehen die für die Burg Forchtenstein so bedeutsamen Handgranaten aus Glas. Kein anderer Standort weltweit verfügt über einen größeren Bestand an solcherart historischer Kampfmittel. Mehr als 100 Stück, allesamt aus den eigenen esterházy’schen Produktionsstätten am Geschriebenstein, finden ihren Eingang in die aktuelle Präsentation.

GRENADIERE. Ehre, Rang und Repräsentation

Die Granaten – „Grenaden“ – gaben den Grenadieren, also speziellen Infanteriesoldaten ihren Namen. Grenadiere waren seit dem 17. Jahrhundert als Schutztruppe auf Burg Forchtenstein stationiert. Die uniformierte Welt der Truppen und Garden lässt sich in zwei besonderen Schauräumen eindrucksvoll erfassen, die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts als Museumsräumlichkeiten genutzt wurden.
Über 500 Husarensäbeltaschen aus napoleonischer Zeit und die komplett erhaltene Ausrüstung der „Leopoldinen-Garde“, eines Ehrenzugs, der anlässlich der Hochzeit Leopoldines, Tochter von Fürst Nikolaus II., 1806 ins Leben gerufen wurde, sind noch heute in originaler historischer Aufhängung zu sehen.
Der kürzlich aufwendig restaurierte Gemäldezyklus an 34 Offiziersportraits des Husarenregiments könnte nicht aufschlussreicher die strengen Uniformierungsregeln und –traditionen sowie die verschiedenartigen militärischen Ränge der damaligen Esterházy Regimenter veranschaulichen. Eine eindrucksvolle Präsentation der Husarensäbel sämtlicher Dienstgrade, vom Offizier bis zu den einfachen Mannschaften, gibt Einblick in die unterschiedliche repräsentative Symbolik.

Führungszeiten:
Deutsch: 10.00, 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr
Ungarisch: 11.00 und 15.00 Uhr
Englisch: 13.00 Uhr

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Familienprogramm

Burg Forchtenstein erleben

Tauchen Sie in den Ausstellungen im barocken Hochschloss Forchtenstein in längst vergangene Zeiten ein.

Die einst als „Tresor“ der Fürsten Esterházy dienende Burg Forchtenstein birgt in ihren Mauern vieles, was der Familie lieb und teuer war: Portraits von Ahnen und berühmten Persönlichkeiten, kostbare Schätze von Meisterhand, Erinnerungsstücke und Wunder der Natur sowie militärische Ausrüstung aus der Zeit der Türkenkriege. Das Burg-Ticket ist der Schlüssel zu dieser Welt aus Sammelleidenschaft, Familiengeschichte und Erinnerungen an Kriegszeiten.

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Führung

Führungen Burg Forchtenstein

Burg Forchtenstein, ein imposantes Wahrzeichen des Burgenlandes und einer der ältesten Museumsstandorte Europas, diente lange Zeit als „Tresor“ für erlesene Kostbarkeiten und als Aufbewahrungsort für die militärische Ausrüstung der Fürsten Esterházy. Besuchen Sie das historische Zeughaus mit seinen Beständen aus mehr als vier Jahrhunderten. So beherbergt das ehemalige Zeughaus Waffen und Ausrüstungsgegenstände des 16. Jahrhunderts und des Dreißigjährigen Krieges, wie Musketen, Kürasse, Sturmhauben, Piken, Hellebarden und unzählige Objekte aus der Waffenproduktion vor Ort: Holzrohlinge für Gewehre, Kartätschen, Handgranatengefäße oder Kanonenkugeln aus unterschiedlichsten Materialien. Besonders eindrucksvoll sind Kanonen und Hakenbüchsen, die im Gebrauch nicht gerade ungefährlich waren.

Neben beeindruckenden Militaria sehen Sie auch Höhepunkte aus weiteren Sammlungsbereichen: besondere Raritäten und Meisterwerke aus der Kunstkammer, osmanische Beutestücke, u. v. m. Burgküche und Backstube der Festung vermitteln einen Eindruck vom einstigen Arbeitsalltag. Werfen Sie zum Abschluss der Tour einen Blick in den einst überlebenswichtigen, rund 50 Meter tiefen Brunnen.

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Burg Forchtenstein

Burg Forchtenstein ist als eines der bedeutendsten Wahrzeichen des Burgenlandes auf den Ausläufern des Rosaliengebirges gelegen und dominiert den Blick von der Ebene in Richtung Westen.



Die Ursprünge der mächtigen Anlage reichen bis in die Jahre um 1300 zurück, als die Mattersdorfer Grafen nach der Schleifung ihrer Burg im heutigen Mattersburg eine neue Wehranlage hoch über dem Wulkatal errichteten. Im Bergfried, der die Anlage überragt und zum ältesten Mauerbestand der Burg zählt, ziert noch heute das Wappen der Mattersdorfer Grafen den Schlussstein des gotischen Gewölbes. Mitte des 15. Jahrhunderts starb das Geschlecht im Mannesstamm aus und die Burg kam für rund 170 Jahre in den Besitz der Habsburger, die sie an die Grafen von Weißpriach und Hardegg verpfändeten. In dieser Zeit erfuhr die Burg keine wesentlichen baulichen Veränderungen.



1622 erhielt Nikolaus Esterházy (1583-1645) von Kaiser Ferdinand II. die Herrschaften Forchtenstein und Eisenstadt für die Abtretung der Herrschaft Munkács im damaligen Nordostungarn an den Fürsten von Siebenbürgen, Gábor Bethlen, als Pfandbesitz. Bereits vier Jahre ging Burg Forchtenstein, verbunden mit dem Erbgrafentitel, in seinen erblichen Besitz über. In die Zeit Nikolaus’, der ab 1625 den Rang des Palatins (ungar. Vizekönig) bekleidete, fiel u.a. der Ausbau des Basteigürtels, die Errichtung der Küche, der Kapelle sowie neuer Wohnbereiche unter den Baumeistern Simone Retacco und Domenico Carlone.



Palatin Nikolaus’ Sohn, Paul I. (1635-1713) begann nach dem Aus- und Umbau des Eisenstädter Schlosses mit einer umfassenden Adaptierung der Festung über der Wulkaebene. Burg Forchtenstein erfuhr seine bedeutendste Erweiterung mit dem Ausbau des Hochschlosses in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Wandmalereien mit politisch-genealogischem Inhalt im Innenhof, dekorative und allegorische Wandmalereien in den Innenräumen, Eingangsportale mit religiösem Skulpturenschmuck, ein barockes Reiterstandbild, das den 1687 gefürsteten Paul I. zeigt sowie ein mehr als zwei Meter langes Krokodil waren die Zutaten, um Macht, Rang und politische Positionierung zu demonstrieren.



Mit dem Tod von Fürst Paul I. Esterházy 1713 änderte sich durch politische und militärhistorische Wandlungen der Zweck der Festung. Burg Forchtenstein diente nun als bewahrender Tresor für die Kostbarkeiten und Kuriositäten der Schatzkammer und als Depot der militärischen Ausrüstung. In den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts erfolgte unter dem fürstlichen Baumeister Ferdinand Mödlhammer die Anhebung und Erneuerung des Dachstuhls sowie eine Renovierung und Sanierung der Innenräume. Die Burg war weiterhin Sitz der Generalkassa und des Archivs und zählte seit dem Wiener Kongress zu den ersten Museen im Habsburgerreich. 1887 wurde die barocke Burgkapelle von Franz Storno im Geschmack des Historismus restauriert.



Im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert kam es zu keinen entscheidenden Um- oder Ausbauten, jedoch sehr wohl zur Instandsetzung und Instandhaltung der historischen Kellergewölbe zur zeitgemäßen Nutzung als Veranstaltungsräume, zur Schaffung eines Aussichtssteges und zur behutsamen Restaurierung der Mauersubstanz und des Dachbereiches.
Öffnungszeiten - Burg Forchtenstein
April:
Mi-So/Feiertage: 10 bis 16 Uhr
Mo/Die ausschließlich im Rahmen einer Führung

Mai-September:
Täglich 10 bis 16 Uhr

Oktober:
Mi-So/Feiertage: 10 bis 16 Uhr
Mo/Die ausschließlich im Rahmen einer Führung

ab November:
Sa/So/Feiertag: Winterführung um 11 und 13 Uhr

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